Wenn ich da von meiner Erfahrung berichten darf.
Wie Du ja weißt, habe ich viele Jahre im Bereich der Verbrennungsmedizin gearbeitet. Auch hier gibt es Netze der verschiedenen Klinken. Es wurde so geregelt, dass es einen Austausch gab. Die Unterbringung wurde nach Rücksprache mit den rotierenden Kollegen so organisiert, dass wir in den Wohnheimen der Kliniken untergebracht wurden. Das Gehalt wurde von den gebenden Klinken weiter bezahlt, weil es ja einen adäquaten Ersatz gab. Dann könnte man wenn Geld fehlen sollte, ja Drittmittel "anzapfen". Ich hatte eine super tolle PDLerin, die uns den Weg freigeschaufelt hat. Wir haben alle von den Rotationen profitiert. Erst nach dem Wechsel der Leitung wurde es geändert.
Ich halte von freiwilligen Rotationen sehr viel. Als ich Öse war, habe ich das in der Knappschaftsklinik durchgeführt. Zu Beginn hatten die Mitarbeiter keine Lust, aber nach den ersten Erfahrungen haben die Mitarbeiter sich darum gerissen, dass sie rotieren durften. Konnten sie doch Erfahrungen sammeln , die sie auf der BV nicht sammeln konnten. Wenn wir in Bildung investieren , ist das immer gut angelegtes Geld.
Ja ich bin dafür kostengünstig zu handeln, aber nicht auf Kosten der beruflichen Aus- und Weiterbildung.
Was die Prioritäten angeht, hast Du ja auch deine, die ich partiell teile. Unsere Prioritäten müssen nicht deckungsgleich mit den Anderer sein. Wer in Verantwortung ist hat auch das Recht "seine" Prioritäten zu setzen. Damit müssen wir uns nun mal abfinden, oder wir müssen die Positionen besetzen und unsere Prioritäten durchsetzen, die dann von anderen hinterfragt werden. Wenn sich die Intensiv durchsetzt, klagen die anderen, dass sie kaum berücksichtigt werden. Ein ständiger Kampf der Fachabteilungen.
Ich würde ein Gegenrechnen nicht anstellen! Sterbende gegen intensivpflichtige Patienten. Ist so nicht mein Weg. Bei guter Kommunikation lässt sich sicherlich eine gemeinsame Lösung finden.
Beste Grüße, IKARUS