Autor Thema: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus  (Gelesen 6493 mal)

Offline Thomas Beßen

  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 11.554
  • - die Menschen stärken, die Sachen klären -
    • http://www.pflegesoft.de
"Endstation Krankenhaus. Zehntausende Patienten werden laut einer Studie jedes Jahr Opfer von Behandlungsfehlern. Je komplexer die Eingriffe werden, desto höher das Risiko.

Berlin. Wegen Behandlungsfehlern im Krankenhaus sterben jährlich in Deutschland nach Schätzungen rund 19.000 Patienten. In rund 190.000 Fällen sollen solche Fehler gesundheitliche Schäden bei Patienten verursachen. „Die meisten Fehler entstehen bei operativen Eingriffen“, sagte der Mitherausgeber des neuen AOK-Krankenhausreports, Max Geraedts, bei der Vorstellung der Studie am Dienstag in Berlin. ...
"

Quelle & mehr: Sächsische Zeitung unter http://www.sz-online.de/nachrichten/studie-rund-19000-tote-durch-behandlungsfehler-im-krankenhaus--2756482.html

Grüße nach Sachsen!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline Thomas Beßen

  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 11.554
  • - die Menschen stärken, die Sachen klären -
    • http://www.pflegesoft.de
Re: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus
« Antwort #1 am: 22. Januar 2014, 07:21:03 »
Unter http://www.wido.de/khr_2014.html findet man die o.a. Studie, den Krankenhaus-Report 2014 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK...
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

  • Member
  • *
  • Beiträge: 2.898
  • Tanzen ist Träumen mit den Füßen
Re: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus
« Antwort #2 am: 22. Januar 2014, 10:46:09 »
Hier werden Tatsachen aufgezeigt und auch im Fernsehen publiziert. Das mag ja gut sein, wenn die Öffentlichkeit informiert wird. Was ist wenn jemand darüber berichtet, dass AOK-Versicherte geminderte Leistungen erhalten, weil die AOK keine Bedarf erkennen will. Die Menschen leben zwar weiter, aber unter welchen Bedingungen? 
Ich denke, dass solche Informationen in Fachgremien gehören. Die allgemeine Bevölkerung wird nur unnötig irritiert. Sie können die Informationen nicht filtern und "lesen".
Verstehen ist wichtiger als Hören!
Ich bin für Kontrollen, auch auf meine Lehrtätigkeit bezogen. Ich finde es besser, wenn Kritiker mich ansprechen und nicht (hinter meinem Rücken) über mich reden. Das ist aber ein uraltes Prinzip einiger Menschen. 
Verstehende Grüße, IKARUS

Offline dino

  • SchülerInnen & DozentInnen Vitos Hochtaunus u. Rheingau
  • *
  • Beiträge: 5.095
  • In der Ruhe liegt die Kraft
Re: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus
« Antwort #3 am: 22. Januar 2014, 11:59:34 »
Das sind 1000 Tote weniger als Weltweit bei Naturkatastrophen ums Leben kamen. Sind deutsche Krankenhäuser nun ein Katastrophengebiet? Muss man dies hinnehmen? Ist es Naturgegeben? Nein, es sind zum Teil hausgemachte Fehler im System. Zum Einen haben wir in den letzten Jahren immer mehr Technik zur Verfügung. Hielt die Aus- und Fortbildung damit schritt? Gibt es nicht auch Häuser die sich Schuhe anziehen die für sie zu groß sind? Wurden OP`teilweise zur Fließbandarbeit degradiert. Sind die Menschen in mabchen Häusern (hier wieder Chirurgie) teilweise nicht gnadenlos überfordert? Klafft die Schere zwischen Man power und Arbeitsanfall nicht immer weiter auseinander?
Viele Grüße     dino

Offline IKARUS

  • Member
  • *
  • Beiträge: 2.898
  • Tanzen ist Träumen mit den Füßen
Re: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus
« Antwort #4 am: 22. Januar 2014, 12:07:37 »
Eine pfiffige Sicht auf die Dinge Dino. Ich denke, es sind zusammengetragene Zahlen, die im Einzelnen analysiert werden sollten. Diskussion ja, muss dann noch geklärt werden, wer die Diskutanten sind.
VG, IKARUS

Offline Thomas Beßen

  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 11.554
  • - die Menschen stärken, die Sachen klären -
    • http://www.pflegesoft.de
Re: Studie: Rund 19.000 Tote durch Behandlungsfehler im Krankenhaus
« Antwort #5 am: 23. Januar 2014, 06:28:57 »
Siehe auch http://www.dbfk.de/pressemitteilungen/wPages/index.php?action=showArticle&article=Personalbemessung-relevant-fuer-Patientensicherheit.php&navid=100:

"Der heute veröffentlichte Krankenhaus-Report 2014 hat bei der Auswertung von Routine- und Qualitätsdaten vor allem die Patientensicherheit in deutschen Krankenhäusern untersucht. „Es ist richtig, in der Studie beispielsweise auf die Rate nosokomialer Infektionen und das Vorhandensein von anonymen Fehlermeldesystemen zu schauen“, sagt dazu Andrea Weskamm, Referentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) heute in Berlin. „Versorgungsqualität, Fehlervermeidung und Nachhaltigkeit haben aber vor allem mit Anzahl und Qualifikation des vorgehaltenen Personals zu tun. Dieser Frage widmet der Report leider nur ein kurzes Kapitel und verweist, wieder einmal, auf eine unzureichende Datenlage. Das kann nicht länger hingenommen werden. International ist durch große Studien der unmittelbare Zusammenhang zwischen Anzahl und Qualifikation des auf den Krankenhausstationen eingesetzten Pflegefachpersonals mit den Patienten-Outcomes lange erwiesen. Es ist davon auszugehen, dass diese Ergebnisse auch auf Deutschland übertragbar sind; die wenigen vorhandenen Studien deuten darauf hin. Der Hinweis auf fehlende Evidenz ist aus Sicht des DBfK nichts als politische Hinhaltetaktik“, so Weskamm weiter. Der DBfK fordert daher von der Bundesregierung, eine umfassende Krankenhausreform auf den Weg zu bringen und dabei vor allem die Personalsituation in der Pflege spürbar zu verbessern. Parallel müssen die Änderungen wissenschaftlich begleitet und Effekte systematisch evaluiert werden. Dann wird sich zeigen, dass Pflege im Krankenhaus nicht nur ein dringendes Patientenbedürfnis, sondern ein unverzichtbarer Leistungsfaktor ist."

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK)
Alt-Moabit 91, 10559 Berlin
Tel.: 030-2191570
Fax: 030-21915777
dbfk@dbfk.de




Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.