Autor Thema: Generalistische Pflegeausbildung ein Muss für die Zukunft der Pflege.  (Gelesen 6724 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Der Bundesverband Pflegemanagement spricht sich klar für die generalistische Pflegeausbildung aus und schließt sich damit den Forderungen des Deutschen Pflegerats und dem Eckpunktepapier einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe an. ..."

Dies & mehr unter http://www.bv-pflegemanagement.de/meldung/items/180.html (siehe auch Eckpunktepapier unter http://www.pflegesoft.de/forum/index.php/topic,5210.msg13603.html#msg13603)

Rasch & freundlich grüßend
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Was spricht denn auch dagegen, wenn unser beruflicher Nachwuchs sich auf eine breitere Basis stellt, als wir es konnten. Es ist doch eine hervorragende Sache, wenn wir eine generalistische Ausbildung für die Pflegeberufe bekommen. Während der Ausbildung bekommen die Absolventen Einblicke in Bereich, die ich mir erst später aneignen konnte. Auch früher hatten wir in der Krankenpflege ältere Patienten und Kinder auf den chirurgischen Stationen. Nur nicht, was die älteren Menschen angeht, so viele wie heute. Ob sich eine gut ausgebildete Pflegefachkraft nach ihrer Ausbildung weiterqualifiziert, bleibt ihr doch unbenommen. Je breiter meine Grundausbildung angelegt ist, desto attraktiver bin ich für den Arbeitsmarkt. Und Attraktivität ist doch ein sehr wichtiges Argument, beim Kampf um die Arbeitsplätze.

Gute Wochenendgrüße sendet, IKARUS

Offline dino

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Und ich gehe jede Wette ein das dabei, wie immer, der Bereich der Notfallversorgug auf der Strecke bleibt bzw. zu kurz kommt.
Ein schönes Wochenende    dino

Offline IKARUS

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Es könnte gut sein, dass Du die Wette verlierst, Dino. Die Ersthelferausbildung ist doch Bestandteil einer jeden Pflegeausbildung. Selbst bei den Pflegehelfern ist sie  eine bestehende Verpflichtung. Was die Zusatzqualifikation angeht, müssten dann die Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege) dafür sorgen, dass auch alle Fachbereiche ihre Berücksichtigung finden. Das kann und soll eine GENERAALISTISCHE AUSBILDUNG auch nicht sicherstellen.
Dir und allen Forumbesuchern ein sonniges Wochenende, IKARUS 

Offline dino

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Hi Ikarus, bei uns ist die komplette EH-Ausbildung inkl. Kats. Teil enthalten. Dazu LTS, AED und Trauma tag. Ich kann aber keinen echten Patienten für die Beutel Maskenbeatmung bieten. Und genau das kommt auf Examinierte auf Normalstationen zu. Ein LTS ist noch längst nicht überall Standard. Und wo kann man am effizientesten die Beutel Maskenbeatmung lernen? Richtig, in der Anästhesie. Ergo muss m. E. ein Anästhesiepflichteinsatz oder RTW Praktikum her. Nichts gegen ein allumfassendes "Pflegegedöhn", aber damit kann man im Akutfall kein Menschenleben retten. Die Basics müssen sitzen, und das muss praktisch (mit Netz) am echten Patienten geübt werden.
Viele Grüße    dino

Offline IKARUS

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Ich stimme dir doch zu, mein Guter!! Aber glaubst Du wirklich, dass, wenn Alles in einer Ausbildung angeboten wird, dies auch späte - also ohne verpflichtendem "Nachüben!!!" , die Basic sitzen? Da ist der Einzelne gefragt und sein Verantwortungsbewusstein.
Hattet Ihr auch Sonnenstrahlen von Luise bekommen?

Aberndliche Grüße, IKARUS

Offline dino

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Hi, wir hatten nicht nur Sonnenstrahlen, sondern "Eure" besonderen Freunde aus Kölle waren bei uns, die Höner. Volles Haus und super Stimmung.
Bevor ich an das Nachüben gehe muss das Grundwissen sitzen. Notfallmanagement gehört bei uns zum jährlichen Pflichtprogramm, und unsere PDL achtet da rauf. Das ist aber nicht überall so. Und ein Pflichteinsatz in der Anästhie, Intensiv oder ZNA müßte in der Ausbildung enthalten sein. Man war ja auch in der Lage andere, aus meiner Sicht eher periphere Pflichteinsätze, zu integrieren. Notfallmedizin ist nicht Alles, aber ohne Notfallmedizin ist Alles andere nichts.
Sonnige grüße    dino

Offline IKARUS

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Auch hier - im letzten Gedanken - stimme ich dir zu Dino. Es sind dann die einzelnen Fachgruppen, die sich durchzusetzen haben. Das bleibt den Mitarbeitern vor Ort überlassen. Das Eine sind Rahmenbedingungen, die von "Experten" ausgearbeitet werden. Das Andere ist die Umsetzung am Arbeitsplatz. Ohne Notaufnahme und ohne ein Notfallteam können auch "leichte Fälle" ein tödliches Gewicht bekommen.

Jetzt haben die den Salat - ne den Frühling!!! Super!! Toll! Ab in die Sonne und an den Badestrand des Baldeneysees!!

Sonnige Grüße aus dem Ruhrgebiet, IKARUS