Autor Thema: "Interkulturell pflegen lernen"  (Gelesen 8136 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Interkulturell pflegen lernen"
« am: 09. Januar 2013, 09:19:56 »
Eine "Ausbildung zur kultursensiblen Pflegekraft (Deutschkurs inklusive)" bietet der Frankfurter Malteser Hiflsdienst und die Sprachschule Berlitz ab 28. Januar 2013 an.
Die Ausbildung zur "Fachkraft für Gesundheits- und Sozialdienstleistungen in der interkulturellen Pflege" dauert ein halbes Jahr inkl. Praktika. Anmeldungen unter Telefon 069/9421050 oder 069/29924717.

Quelle: Frankfurter Rundschau vom 9.1.2013, S. R14 (siehe auch http://www.berlitz.de/de/frankfurt/home/news_22942.html)

Freundliche Grüße nach Frankfurt!
Thomas Beßen

p.s.: interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Video "Kultursensible Pflege Malteser" bei Youtube unter http://www.youtube.com/watch?v=MIdD77g7-m4
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: "Interkulturell pflegen lernen"
« Antwort #1 am: 09. Januar 2013, 11:20:45 »
Solche Ausbildungen werden auch hier im Ruhrgebiet angeboten (z.B. von der Diakonie Neue Arbeit).
Was die Teilnehmerinnen mitbringen, ist ihr kultureller Hintergrund. Das kann dem bestehenden Team eine große Hilfe sein, denn wir haben hier im Ruhrgebiet Menschen mit vielen unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Alle hier aufzuzählen wäre mühsam.
Bei den Teilnehmerinnen mit dem kulturellen Hintergrund sind oft nur die sprachlichen Hürden abzubauen. Das Engagement für die pflegerischen Aufgabe bringen viele mit, denn es finden ja Gespräche in den Agenturen statt, damit die "richtigen" in die Ausbildung geschickt werden.
Einige haben es bereits geschafft eine weitere Ausbildung in "ihrer Klinik/ihrem Altenheim" anzuhängen, weil die Vorgesetzten mehr als zufrieden waren. Da spricht dann keiner von "PFLEGE MIT ABITUR"
In den Film aus Kiel geht es darum, dass eine ausgebildete polnische Pflegekraft hier nur einen Hilfsjob ausüben darf. Das hat mit den Zulassungsbestimmungen in den unterschiedlichen EU-Ländern zu tun. Dies abzubauen ist eine Herkulesaufgabe.
Wir sollten aber bitte bedenken, dass auch wir mit unseren Qualifikationen nicht in allen Ländern uneingeschränkt arbeiten dürfen. Da werden auch dann von uns Nachqualifikationen erwartet, wenn wir in den anderne Ländern beruflich arbeiten wollen. Was da privat läuft kann ein anderes Thema werden.
Morgendliche Grüße, IKARUS