Autor Thema: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?  (Gelesen 7455 mal)

Offline Thomas Beßen

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Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« am: 03. Januar 2011, 07:58:51 »
Ein Beispiel findet sich hier: http://www.dr-hartmann.de/index.php?id=28.
Kann das auch so gehen?
Fragt grüßend am frühen Morgen
Thomas Beßen
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Offline IKARUS

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Re: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« Antwort #1 am: 03. Januar 2011, 13:01:30 »
Das ist so eine Sache mit den Tests!
Sie bilden nicht ab, was eine Betroffener wirklich fühlt. Es ist ein Test den "Fachleute" erstellt haben. Nur haben die wenigsten Fachleute eine wirkliche Ahnung wie schwarz Schwarz sein kann oder sich gar anfühlt. Wie tief ein Tief wirklich ist und wie steil der Weg aus dem Loch ist und wenn man glaubt "oben" angekommen zu sein, purzelt man wieder ins Loch, weil irgendein Mensch dir auf den Hand tritt, mit der du dich gerade irgendwo festhalten wolltest. Es wäre besser die "Fachleute" würden mal einen Test entwicklen der mit den Betroffenen entwickelt würde. Nur: die Betroffenen hören oft "überlassen sie das mal den Fachleuten, die haben Ahnung von der Materie, sie sind doch nur Laie" Betroffene bekommen keine Gehör, oder was hat sich für die Betroffnen geändert nach dem Tode von Robert Enke? Es war ein Medienhaip mehr nicht.
-aus der Sicht eines Betroffenen -

Offline dino

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Re: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« Antwort #2 am: 03. Januar 2011, 15:11:22 »
Generell bin ich gegen von Laien erstellte Eigendiagnosen, dazu gehören auch Hilfsmittel aus dem net. Depressionen sind jetzt nur mal ein Beispiel, aber es gibt im net zu Alles und Jedem was. Ich brauche den Pat. vor mir. dazu gehört nunmal eine vernünftige Anamnese. Allerdings haben Betroffene in der Regel keine Distanz zu ihrer Erkrankung und sind mit ihren Ratschlägen nicht immer hilfreich. Wie war das nochmal z. B. mit der Wärmflasche auf dem Bau beim Apendix? Eher schlecht, und ich muss auch noch kein SHT gehabt haben um selbiges versorgen zu können. Und erst die Hebammen, auch die haben noch nicht alle Kinder.
« Letzte Änderung: 03. Januar 2011, 16:06:34 von dino »

Offline Brady

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Re: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« Antwort #3 am: 03. Januar 2011, 20:38:54 »
Meiner Meinung kann  ein guter Test zur Diagnostik gebraucht werden, jedoch sollte dies nur als ein ganz kleiner Teil der eigentlichen Diagnostik gesehen werden. Für mich hat es den Vorteil, dass der Patient selber einen Überblick hat, z.B. "Test bei Aufnahme und bei Entlassung". Dann andererseits  ist es gerngesehen bei den Krankenkassen; wobei ich diese Testung als Überbewertung ansehe und ich mich ungerne in sowas hineinzwängen lasse aus den verschiedensten Gründen. 
Für mich zählt da eher die Strukturdiagnostik nach OPD (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik), wobei dann "Depression" eher als ein Symptom gesehen wird und die Beziehungsarbeit mit ihrer individuellen Therapie erstmal an erster Stelle steht.

Liebe Grüße Brady
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Schneeflocke

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Re: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« Antwort #4 am: 13. Dezember 2012, 12:24:05 »
Hallo,

ich hab auch einen Depressions Test gemacht. Gibt es da Unterschiede? Kann man sagen der eine ist gut und der andere weniger? Ich war von der Auswertung sehr positiv überrascht. Sie war sehr ausführlich und mich sehr gut informiert.
Was denkt ihr?


Offline Brady

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Re: Depressionstest: Leiden Sie an einer Depression?
« Antwort #5 am: 15. Dezember 2012, 09:48:22 »
Hallo Schneeflocke,

es gibt da Unterschiede. Ich schaue z.B. mir die Quelle an woher der Test stammt. Testungen die in der Regenbogen-Presse stehen lasse ich aussen vor. Es sollte wie schon hier http://www.dr-hartmann.de/index.php?id=28. beschrieben, auf jeden Fall eine fachärztliche, psychologische Fachkraft hinzugezogen werden um dies wirklich beurteilen zu können. Es handelt sich bei  einer Testung nur um einen Anhaltspunkt und ersetzt keinesfalls die Diagnoseerstellung.
 
Hat man sich schon selber mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt und so einen Test gemacht, kann es hilfreich sein um es in Worte zu fassen und zu lesen, dass es eine Erkrankung sein könnte und man nicht nur schlecht drauf ist.

Seriöse Testungen in der Praxis sind z.B. diese:
http://www.ivt-hessen.de/testpsychologie.htm
http://www.btonline.de/psychotest/bdi-beck-depressions-inventar

Liebe Grüße Brady

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