Es liest sich ja so, dass die neuen Kolleginnen gut vorbereitet werden. Meine Erfahrungen aus den 70er Jahren sind ja nicht durchgängig negativ. Da gab es sehr engagierte und besonders pfiffige Kolleginnen aus Südostasien. Es war auch eine kulturelle Bereicherung, mit ihnen gemeinsam am Krankenbett zu arbeiten. Auf einer Station hatte wir acht unterschiedliche Kulturen, die sich um die Patienten bemühten. Ich erinnere nur positive Eindrücke. Allerdings ist auch zu erwähnen, dass die erforderliche Offenheit gegenüber den Menschen aus den anderen Kulturen für alle eine Herausforderung war. Es gab einen Bergmann, der sich von einer philipinischen Kollegin nicht versorgen lassen wollte. Nach längerem gut Zureden war "das Eis gebrochen" und die Kollegin war von allen akzeptiert.
Wenn ich mir den weiteren Text vor Augen führe, dann fällt mir auf, was die wohl an Fachwissen mitbringen werden, bei der beschriebenen Ausbildung.
Das mit den Löhnen dürfte doch wohl eine Selbstverständlichkeit sein, wenn Pflegemanager die Solidarität auch ausleben wollen, die sie doch so oft einfordern.
Was für uns wieder eine Herausforderung werden könnte, ist für andere Länder und ihre Pflegekräfte Alltag.
Herbstliche Grüße, IKARUS