Norbert, da hast du recht, wenn du schreibst, dass wir von den anderen partizipieren.
Der Bedarf an Spenderorganen ist groß, die Bereitschaft zu gering.
Der Menschen, wenn er sich nicht beruflich mit dem Thema befassen muss, interessiert sich nicht für Krankheiten. Das sehe ich täglich in meiner Familie und meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Einerseits ist das gut so, andererseits ist das die Realität. Wer will sich schon mehr als nötig mit Leid und Elend auseinandersetzen?
Die neueste Aktion des BMG (Bundesministerium für Gesundheit) und der Krankenkassen Organspendeausweise zu verteilen ist sicherlich gut, aber ob sie etwas bringen wird, mag ich sehr bezweifeln.
Ich erinnere noch sehr gut, dass wir auf den TX-Stationen das Verhalten von Angehörigen nicht verstanden haben, ihre Zustimmung zur Explantation zu geben.
Heute sehe ich das etwas anders, weil ich nicht mehr im Team bin. Da habe ich auch den Blick für die Angehörigen bekommen und nicht nur für die Betroffenen, die auf ein Spenderorgan warten.
Das Thema Transplantation/Explantation ist ja mehr von Mythen als von Realitäten begleitet. Aber das ist auch ein wichtiger Fakt!!
Ob und wann medizinisch/pflegerisches Personal kriminell wird, ist ein Thema für sich. Es ist doch so, dass es nur ein sehr kleiner Anteil unserer Berufsgruppen ist, der alles aufgebauene umreisst und in den Dreck zieht. Das ist aber auch ein gesellschaftliches Problem. In allen Berufen und Gesellschaftsschichten gibt es Gute und Böse. Jeder hat die Möglichkeit sich für eine Seite zu entscheiden.
Sonnige Grüße, IKARUS