Diese beiden Begriffe werden gerne und leider auch oft verwechselt.
Beim ärztlichen Notdienst handelt es sich um einen Hausarzt, welcher außerhalb der regulären Praxissprechstunden zu Ihnen nach Hause kommt und Hausbesuche durchführt. Da es sich hierbei zumeist nicht um sehr akute Erkrankungen handelt, können schon einmal längere Wartezeiten bis zum Eintreffen des ärztlichen Notdienstes entstehen. Dies ist gerade dann der Fall, wenn überdurchschnittlich viele Menschen erkrankt sind (z.B. Erkältungswelle o.ä.).
Der/die Notarzt/-in hingegen kommt nur bei (mutmaßlich) lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen zum Einsatz. Dies ist z.B. bei Herzinfarkten, Schlaganfällen, Kindernotfällen, Verkehrsunfällen mit schwerer verletzten Personen, Bewusstlosigkeit oder anderen hochakuten Ereignissen der Fall.
Er wird immer von einem Rettungsassistenten oder einer Rettungsassistentin begleitet und trifft mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mit Blaulicht ein. Zeitgleich wird zu jedem Notarzteinsatz auch ein Rettungswagen (RTW) entsandt.
Sie sehen: Der Unterschied ist schon sehr deutlich. Und für die Zukunft können Sie den immer wieder zu hörenden Satz »…ich musste über eine Stunde auf den Notarzt warten…« richtig einschätzen