Ist es das Diuretikum, das die Sturzgefahr erhöht, oder ist es das mangelversorgte Gehirn des alten Menschen, das nach Diuretikagabe ja "trocken gelegt" wird. Diuretika haben ja die Aufgabe den Körper zu entwässern. Nun ist es auch so, dass alte Menschen ihr Durstempfinden nicht mehr so ausgeprägt haben wie jüngere Erwachsenen, weshalb wir ja in der Altenbetreuung besonders auf den Flüssigkeitshaushalt achten müssen. Es ist sicherlich schwierig den Kreislauf zu entlasten und genügend Wasser im Körper zu belassen, damit die Körperfunktionen nicht Schaden nehmen. Es ließe sich ja auch Nachweisen, dass nach der Gabe von Duiretika die Thrombosegefahr steigt. Der Funktionsweg ist der Gleiche. Der Patient wird entwässert, was der Kardiologe will. Der Phlebologe wünscht sich mehr Blutflüssigketi, damit das Blut fließen kann [vgl. Virchow´schte Trias]. Es ist immer ein Abwägen zwischen Risiken und Nutzen einer Therapie. Jede Fachkraft sieht den Patienten aus ihrer Sicht. Was hier hilfreich ist, ist die Kommunikation zwischen den einzelnen Berufsgruppen. Aber dieser Denkansatz ist ja auch so alt wie alle Fachgesellschaften. Lasst uns miteinander Reden, damit unsere Patienten nicht "hinfallen".
Sonnige Grüße aus Esen,
IKARUS