Autor Thema: „Was tun gegen den Pflegekräftemangel“  (Gelesen 5166 mal)

Offline Thomas Beßen

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„Was tun gegen den Pflegekräftemangel“
« am: 07. März 2011, 12:40:11 »
Das Online-Journal HeilberufeSCIENCE veröffentlicht Originalarbeit zum Thema „Was tun gegen den Pflegekräftemangel“ | Ergebnisse einer komplexen Analyse durchgeführt in Berlin und Brandenburg

Professionelle Pflegekräfte hätten aufgrund der demographischen Entwicklung Hochkonjunktur, wären da nicht die erschwerten Arbeitsbedingungen, über die schon so lange und intensiv öffentlich diskutiert wird. Um dem Thema höchste Priorität mit Aussicht auf Erfolg zu verleihen, hat die Regierung das Jahr 2011 zum Jahr der Pflege erklärt. Gemeinschaftlich sollen Entscheider in Politik und in der Pflege ein attraktiveres Berufsprofil schaffen. Deswegen führte die Universität Greifswald eine Analyse an 670 Gesundheits- und Krankenpflegeschülern in Berlin und Brandenburg durch; die Erhebung soll Aufschluss darüber geben, was heute berücksichtigt werden muss, um zukünftig ausgebildete Pflegekräfte in ihrem Beruf  zu halten. Die vollständigen Ergebnisse sind vor wenigen Tagen im Online-Journal HeilberufeSCIENCE erschienen.

20 bis 30 Prozent aller Befragten beabsichtigen, nach Abschluss ihrer Ausbildung gar nicht bis maximal fünf Jahre im Beruf zu arbeiten. Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf ist hierbei für die meisten das entscheidende Moment. Durch ein anschließendes Studium erhoffen sich 30 Prozent der Pflegeschüler mit Hochschulreife eine bessere Zukunft. Was aber kann den Pflegeberuf attraktiver machen, um die Fachkräfte zu halten?

25 bis 50 Prozent der befragten Berliner bzw. Brandenburger Pflegeschüler haben vor, ihrem Beruf bis zum Rentenalter treu zu bleiben. Einem Standortwechsel stehen die meisten aufgeschlossen gegenüber. Die Berliner Schüler könnten sich den Wechsel in eine Kleinstadt vorstellen, die Schulabgänger in Brandenburg geben an, auch in einer ländlichen Gegend ihrem Beruf nachkommen zu wollen. Ausschlaggebend für die Wahl des Arbeitsplatzes seien dabei jeweils monetäre Vorteile, auch der sichere Arbeitsplatz sowie das Arbeiten im Team spiele hier eine maßgebliche Rolle. Über 60 Prozent von ihnen kann sich eine berufliche Zukunft im Ausland vorstellen. Die Regierung plant aber umgekehrt, dem nationalen Pflegekräftemangel entgegenzuwirken, indem Fachpersonal aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden soll. Dies scheint nach Einschätzung der beiden Autoren eher vernachlässigbar, weil der ausländische Arbeitsmarkt attraktivere Arbeitsbedingungen einschließlich einer besseren Vergütung zu bieten hat. ..."


Quelle & mehr: http://www.springerfachmedien-medizin.de/pressemeldungen/

Grüße aus der Mittagspause!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.