Autor Thema: ...fortsetzung Praxisübungstag  (Gelesen 4574 mal)

Offline Ida

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...fortsetzung Praxisübungstag
« am: 20. September 2007, 20:32:50 »

Zusammenfassende Darstellung der Ressourcen

1.   Frau K. ist kommunikativ, kann Wünsche und Bedürfnisse selbstst. äußern und einfordern (Hilfe, Schmerz ect.)
2.   Frau K. kann Oberkörper, Gesicht, Beine, Intimbereich selbstst. waschen und Mundhygiene selbstst. durchführen
3.   Frau K. kann ihre Nahrung selbstst. mundgerecht zubereiten und aufnehmen
4.   Frau K. hat eine ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr, ist kooperativ wenn sie aufgefordert wird
5.   Frau K. geht selbstst. zur Toilette, ist in der Lage Einlagen alleine zu wechseln
6.   Frau K. ist trotz Peronaeuslähmung li. mobil und sicher in ihrem Gangbild
7.   Frau K. hat zwei Töchter und einen Sohn die sie regelmäßig besuchen, sie zu Tagesurlauben mitnehmen und stets um ihre Mutter bemüht sind
8.   Frau K. hat eine gepflegte Erscheinung und achtet selbst darauf tägl. zu duschen



Problemerfassung

Aus der Sicht des Pat:
1.   Frau K. kann Rücken und Füße nicht selbstst. waschen
2.   Frau K. kann nicht ausreichend Abführen
3.   Frau K. versteht die Notwendigkeit der Behandlung und Med. Einnahme nicht
4.   Frau K. fühlt sich schwarz und schmutzig am Hals, Füße und Hände, weis nicht wie sie wieder sauber werden soll
5.   Frau K. glaubt  keine Kleidung zum Anziehen mehr zu haben und glaubt sie sei hoch verschuldet aufgrund dieser Behandlung im KKH
6.   Frau K. plagen Schuldgefühle, da sie glaubt ihre Kinder müssten die Behandlung bezahlen und würden deswegen verarmen

Aus Sicht des PP:
1.   KP: Benötigt teilweise Hilfe beim Waschen des Rückens und Füße. Hat Angst alleine zu duschen, fordert Unterstützung.
2.   Ausscheidung: Frau K. klagt über Obstipation und neigt aufgrund ihrer psych. Erk. zur Überbewertung der Ausscheidungsprobleme
3.   Nahrungsaufnahme: Frau K. hat eine Reduktionskost von 14 BE
4.   Frau K. leidet unter Verarmungswahn
5.   Frau K. hat Halluzinationen
6.   Frau K. zeigt keine Compliance bezüglich der Behandlung und Medikamenteneinnahme
7.   Frau K. zeigt keine Compliance bezüglich ihrer Diabetes Kost (14 BE), isst heimlich
8.   Frau K. hat eine depressive Stimmung
9.   Rückzugstendenz, wenig Antrieb (muss Aufgefordert werden z.B. ausreichend zu Trinken)



Hintergrundwissen aus der Pflege- und Bezugswissenschaft

1.Körperpflege
Krankheitslehre / Krankheitsbedingte (psychiatrisch) Aspekte:
Frau K. hat aufgrund ihres Depressiven Syndroms mit wahnhaften Symptomen die Vorstellung ihr könnte in der Dusche etwas passieren. Sie fühlt sich sicherer, wenn PP dabei ist. Sie hat das Bedürfnis ihre Wahngedanken dem PP mitzuteilen( zeigt z.B. während sie duscht wie schwarz sie vor Schmutz sei)

Anatomische Aspekte:
Aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses (Degeneration der Knochen) und der Peronaeuslähmung li. fühlt sich Frau K. unsicher unter der Dusche und befürchtet es könnte ihr dort etwas passieren.

2.Ausscheidung:
KHL / Krankheitsbedingte Aspekte:
Depressionen werden manchmal leibnah erlebt. Eins der typischen vegetativen Symptomen entspricht der Obstipation und deren Überbewertung.


3.Nahrungsaufnahme:

KHL / Krankheitsbedingte Aspekte:
Frau K. leidet unter einem Diabetes mellitus Typ II.
Beim Typ-2- Diabetes gibt die Bauchspeicheldrüse zwar beträchtliche Mengen an Insulin ab, doch reicht diese Menge für den Bedarf des Körpers nicht aus – zudem sind die Körperzellen häufig resistent gegen die Wirkung des Insulins.
Gründe dafür: Adipositas. Die im Fettgewebe gebildete Hormone bei Adipositas verhalten sich ungünstig: So wird bei Fettsucht weniger Adiponectin gebildet, das die Empfindlichkeit von Insulinrezeptoren – und somit die Wirksamkeit von Insulin – steigert und die Blutgefäße vor Arteriosklerose (Verkalkung) schützt.
Frau K. hat ein BMI von 25, 11 à leichtes Übergewicht, sie hat bereits ihr Gewicht auf
6 kg reduziert. Frau K. erhält orale Antidiabetika (Amaryl ) und Diät Kost.



Ernährungsbedingte Aspekte:
Frau K. hat eine Diät Kost von 14 BE, es ist besonders wichtig für sie diese genau einzuhalten, da schlecht eingestellte Typ II Diabetiker ein höheres Risiko an Herzinfarkt / Schlaganfall (50% höher), Erblindung (ca. 20.000 / Jahr), Polyneuropathie, schlechtere Wundheilung (Fußamputation ca. 120.000 / Jahr), Nierenversagen zu erkranken haben.

4.Verarmungswahn uns Halluzinationen
KHL / Krankheitsbedingte (psychiatrische) Aspekte:
Frau K. hat eine Depressives Syndrom mit Wahnvorstellungen. Bei einer schweren Form einer Depression können psychotische Symptome (Wahn und Halluzinationen) auftreten. Der Wahninhalt spiegelt typischerweise das negative Erleben des Kranken wieder. Verarmungswahn, Schuldwahn und hypochondrischer Wahn sind am häufigsten zu beobachten.

5.Compliance (Therapie/ Medikamente)

Psychologische Aspekte und KHL / Krankheitsbedingte Aspekte:
Wenn Frau K. die Notwendigkeit ihrer Behandlung nicht einsieht ergibt sich für sie kein Grund die Medikamente einzunehmen.
Dies kann man auf ihre Depressive Erkrankung zurückführen, aufgrund ihrer wahnhaften Gedanken reagiert Frau K. oft Misstrauisch ihrer Behandlung gegenüber und glaubt die Med. würden ihren körperlichen / geistigen Zustand verschlimmern.

6.Rückzugstendenz – wenig Antrieb- depressive Stimmung
KHL / Krankheitsbedingte Aspekt:
Rückzug, Niedergeschlagenheit, Bedrücktheit sind typische Symptome des Depressiven Syndroms. Depressive Patienten können sich oft nicht mehr positiv wahrnehmen und sie fühlen sich wertlos, überflüssig und schuldig. Sie haben keine Hoffnung auf Besserung oder auf eine schöne Zukunft.
Bei Frau K. steht das Schuldgefühl im Vordergrund.

Zielsetzung

Zeit des stationären Aufenthaltes:

1.   Frau K. ist gewaschen, führt so viel wie möglich selbstständig und alleine aus, zeigt sich dabei kooperativ.
2.   Frau K. hat eine geregelte Darmtätigkeit
3.   Frau K. versteht die Notwendigkeit ihrer Reduktionskost und hält sich an diese.
4.   Frau K. fühlt sich Verstanden und kann ihre Ängste und ihren Kummer äußern.
5.   Frau K. nimmt ihre Med. regelmäßig ein.
6.   Frau K. nimmt an Ergotherapie teil, hält sich am Tage im Aufenthaltsraum bei den Mitpat. auf (Rückzugsmöglichkeit bei Bedarf wird geboten)

Zeit der ambulanten Nachbehandlung:

1.   Frau K. kann ihre KP selbstst. durchführen, hat ihre Ängste unter Kontrolle.
2.   Frau K. hat eine geregelte Darmtätigkeit
3.   Frau K. hält sich an Diät Kost
4.   Frau K. nimmt ihre Medikamente regelmäßig ein
5.   Frau K. hat einen Ansprechpartner um Ihren Sorgen und Ängsten Ausdruck zu verleihen
6.   Frau K. kann sich auf Beschäftigungstherapie (Kreuzworträtsel; Kognitive Übungen) einlassen ohne sich zu Überfordern



Pflegebedarf

1.Frau K benötigt teilweise Hilfe beim Waschen des Rückens und Füße. Hat Angst alleine zu duschen, fordert Unterstützung.

Frau K. fühlt sich aufgrund des natürlichen Alterungsprozesses (Degeneration) und ihrer Peronaeuslähmung li. unsicher unter der Dusche. Durch ihre psych. Erkrankung die Wahnvorstellungen beinhaltet, verstärkt sich ihre Angst. Gleichzeitig nutzt sie die Situation, um ihre Halluzinationen mitzuteilen.
Pflegebedarf: Sicherheit bieten (dabei sein), Ängste nehmen, dadurch dass Frau K. diese äußern kann. Ihr die Möglichkeit geben über ihre Halluzinationen zu sprechen, sie ernst nehmen jedoch nicht bestätigen.

Selbstpflegekompetenz: Frau K. so viel wie Möglich alleine und selbstständig machen lassen, dabei bleiben (Angstlösend) und darauf achten sie nicht zu Überfordern (Misserfolg), auf Erfolge aufmerksam machen.

2.Frau K. klagt über Obstipation und neigt aufgrund ihrer psych. Erk. zur Überbewertung der Ausscheidungsprobleme.

Pflegebedarf: Auf ausreichende Trinkzufuhr / Nahrung achten. Reg. Gewichtskontrolle, Stuhlentleerung dokumentieren. Informieren, dass eine 3-tägige Stuhlentleerung ausreichend ist. Informieren wie Stuhlentleerung ohne Med. verbessert werden kann (Trinken/ Nahrung/ Bewegung). Pat klar machen, dass die Darmtätigkeit durch ihre Erkrankung und med. Behandlung vorrübergehend gestört sein kann. Klagen über Obstipation ernstnehmen, aber nicht vermehrt darauf eingehen.


3.Frau K. hat eine Reduktionskost von 14 BE

Pflegebedarf: Darauf achten, dass Frau K. ihre Reduktionskost erhält und einhält. Sie informieren über Risikofaktoren eines schlecht eingestellten Diabetes mellitus Typ II. Auf die entsprechende orale Antidiabetika med. achten (reg. Einnahme). Bei Auffälligkeiten BZ Kontrolle. Regelmäßig Laboruntersuchung anfordern zur Kontrolle à Anhand des sog. HbA1C Wertes kann bestimmt werden, ob sich ein Diabetiker an die vorgeschriebene Diät hält bzw. ob er medikamentös richtig eingestellt ist.

Selbstpflegekompetenz: Frau K. in allem miteinbeziehen, sie sollte das Gefühl haben selbst auf ihre Ernährung zu achten. Mit ihr besprechen was sie heute isst (Nahrungsmittel) und auf was sie speziell achten sollte, um ein Gefühl der Selbstst. und Selbstbestimmung zu erzeugen.


4.Frau K. leidet unter Verarmungswahn und Halluzinationen

Pflegebedarf: Gesprächbereitschaft signalisieren, Ängste und Wahnvorstellungen ernst nehmen, nicht bestätigen. Frau K. die Realität vor Augen führen (Hinweis auf Krankenversicherung oder Schrank öffnen und Kleidung zeigen).
Auch Angehörige auf erwünschtes Verhalten im Umgang mit Wahnvorstellungen hinweisen.
Frau K. Zeit lassen zur Klärung ihrer Gedanken nicht überfordern.

Selbstpflegekompetenz: Ängste und Wahnvorstellungen ernst nehmen, zuhören, sie sollte das Gefühl haben darüber sprechen zu können. Nicht bestätigen. Immer wieder die Realität vorführen, um Pat anzuregen ihre Wahnvorstellungen/ Ängste zu hinterfragen.


5.Frau K. zeigt keine Compliance bezüglich der Behandlung und Medikamenteneinnahme

Pflegebedarf: Informationsvermittlung: Frau K immer wieder auf die Wichtigkeit ihre Medikamenteneinnahme hinweisen, aufklären welche Risikofaktoren auftreten können. Sie immer wieder Aktivieren an Behandlungsrelevanten Therapien mitzumachen, jedoch nicht überfordernd.
Dabei Informationsmaterial vorführen (Prospekte) und Arzt miteinbeziehen.

6.Frau K. hat eine depressive Stimmung und Rückzugstendenz, wenig Antrieb (muss Aufgefordert werden z.B. Trinken)

Pflegebedarf: Gesprächsbereitschaft anbieten, ständiges Jammern von Seiten von Frau K. ernst nehmen, jedoch nicht vermehrt darauf eingehen. Aufklären über ihre Erkrankung und Hoffnung auf Besserung. Sinnvolle Tagesstruktur:  Frau K. kann sich durch lesen, Kontakt zu Mitpat., TV gucken ect. Ablenken, sie auf Möglichkeiten hinweisen. Sie in das Stationsgeschehen einbinden, aber nicht zu Aktivität drängen.


Selbstpflegekompetenz: Frau K. besprechen wie sie sich am besten Beschäftigen kann. Was hat sie zuhause gerne gemacht. Möglichkeiten bieten. Tagesstruktur erstellen (auch nach Entlassung). Mit Frau K. besprechen welche Tätigkeiten sie nach der Entlassung beibehalten möchte, diese durchführen lassen.

Angehörige miteinbeziehen

·Angehörige auf erwünschtes Verhalten im Umgang mit Wahnvorstellungen hinweisen
·Sie aufklären über die Erkrankung und Symptome
·Falls Frau K. wieder zurück zu ihrer Tochter zieht, gem. mit ihr die Tagesstruktur besprechen
·Die Tochter auf Med. einnahme aufmerksam machen, sie sollte Kontrolle darauf haben und gezielt Veränderungen im Verhalten ihrer Mutter beobachten
·Aufklären über Diätkost der Mutter, sollte darauf achten und Frau K. miteinbeziehen (Infomaterial mitgeben) Gewichtskontrolle (1mal wöchentlich)
·Sie sollten aufgeklärt werden, Frau K. zu fordern, jedoch mit dem Hintergedanken nicht zu Überfordern, da dass eine Spiegelung ihres Misserfolges wäre (kleine Aufgaben z.B. Tisch abwischen und nicht gleich das ganze Mittagessen kochen)
·Die Tochter sollte Gesprächsbereitschaft signalisieren, um Frau K. die Möglichkeit zu geben ihre Ängste/ Wahnvorstellungen zu äußern


Entlassung:

·Geregelte Medikamenteneinstellung, so dass Frau K. nicht unter erheblichen Nebenwirkungen leidet die ihre Mobilität einschränken.
·Tagesstruktur nochmals besprechen (bereits auf Station hergestellt und durchgeführt)
·Klare Aussprache der Angehörigen, ob Frau K. zurück nach Hause kommt oder in ein Pflegeheim
·Zu Hause: Mit Tochter ausführliches Gespräch führen über Verhalten und Erkrankung der Mutter (siehe Angehörige miteinbeziehen)
·Beschäftigungsmöglichkeiten besprechen (evtl. Ambulante psych. Tagesklinik in Erwägung ziehen)
·Medikamente für die nächsten Tage auf Vorrat (Tochter) mitgeben
·Heimunterbringung: Ausführliche Übergabe
·Frau K. auf die Heimunterbringung vorbereiten, durch einen Besuch mit Angehörigen vor der Aufnahme und Gesprächen (mit Angehörigen gem.)



Beziehungsgestaltung und Versorgungsstrukturen

Die Hauptziele die eine Beziehungsgestaltung beinhalten sollte sind:

1.Dem Pat anbieten die Möglichkeiten der Klinik zu nutzen
2.Der Pat sollte sich wohl und sicher fühlen (so weit das möglich ist)
   Milieugestaltung (angepasst an Krankheitsbild)
3.Der Pat sollte wenig bis keine Angst vor der Behandlung haben
4.Der Pat sollte Compliance zeigen und aktiv mitarbeiten

Wesentlicher Aspekte sind:

·Angemessene Nähe und Distanz finden
·Eigene Vorstellungen von Grenzziehung nicht auf Patienten übertragen
·Grenzen des Pat Wahrnehmen und respektieren (anderenfalls tritt man dem Pat zu nahe). Frau K. nicht Überfordern durch drängen zu mehr Aktivitäten
·Grenzüberschreitung à Kann zu Abwehrreaktionen oder Verschlechterung der Erkrankung des Pat führen
·Gut gemeinte Ratschläge (Bei Frau K. bezüglich ihrer Ernährung, Medikamenten einnahme) können als Bevormundung erlebt werden - Abwehrreaktion
·Sinnvoller ist es Frau K. bei Gesprächen (Beziehungsaufbau) über ein selbst gewähltes Thema, dass sie gerade beschäftigt zu sprechen. Dabei geht es nicht darum eine Lösung für das Problem zu finden, sondern ihr die Möglichkeit geben selber eine Lösung zu finden.  Sonst fühlt sich Frau K. nicht ernst genommen und hat das Gefühl die Lösung lag auf der Hand nur sie habe es nicht gesehen (Schuldgefühle).
·Angemessen ist es im Gespräch dem Pat seine Aussagen wie ein Spiegel zurückzugeben. „Sie erzählen, dass sie ihre Behandlung in unserem Haus selber bezahlen müssen und daher verschuldet sind....“)
·Bei Konfliktsituationen, wenn Frau K. sich nicht an ihre Diät gehalten hat, sollten diese nicht mit Vorwürfen geklärt werden. Nicht persönlich angreifen und Wertschätzung gegenüber dem Pat signalisieren. Sinnvoll: Frau K. fragen warum sie sich nicht daran gehalten hat.
·Die Bezugspflege ist vor allem bei Psych. Pat wichtiger Bestandteil einer Beziehungsgestaltung, da diese größere Schwierigkeiten haben sich auf neue Personen einzustellen und Vertrauen zu entwickeln.




Gestaltung eines Entlassungsgespräches

Zielsetzung:

1.Frau K. ist bereit mit mir ein Gespräch über ihre Entlassung zu führen
2.Frau K. kann ihre Befürchtungen und Ängste über die Entlassung äußern
3.Frau K. kann eigene Vorstellungen mitteilen wie sie sich ihre weitere Zukunft vorstellt
4.Frau K. ist mit den vorher besprochenen Maßnahmen einverstanden, versteht diese und versucht diese umzusetzen (Tagesstruktur / Diäteinhaltung ect. ...)

Gestaltung:

·Bereits im Vorfeld einen Termin mit Frau K. ausgemacht wann das Entlassungsgespräch geführt wird
·Das Gespräch sollte in Ihrem Zimmer Stattfinden (vertraute Umgebung)
·Störfaktoren beseitigen (Team informieren)
·Wenn sie damit Einverstanden ist könnten auch Angehörige daran teilnehmen, um konkrete Ängste/ Befürchtungen anzusprechen (Falls Frau K. wieder zu ihrer Tochter zieht)
·Mit Frau K. noch mal die ambulanten Ziele besprechen und fragen klären
·Akutsituationen besprechen, klar machen dass diese vorkommen können und versuchen Frau K. geeignete Maßnahmen (Sprechen mit Angehörigen/ Pflegekräfte über Ängste/ Halluzinationen/ Wahnideen) zu verdeutlichen


Zielsetzung und Möglichkeiten der ambulanten Nachsorge
(Siehe auch ambulante Zielsetzung/ Nachbehandlung)


·Medikamenteneinnahme / Weiterbehandlung: Frau K. sollte einen ambulanten Psychiater aufsuchen, um weiterhin eine engmaschige Psychiatrische Behandlung zu gewährleisten und die Medikamenteneinnahme zu Kontrollieren und evaluieren (Wirkung / Nebenwirkung)

·Beschäftigungsmöglichkeiten/ Ernährungseinhaltung/ Ansprechpartner: Frau K. sollte im Falle, dass sie wieder zu Ihrer Tochter zieht eine ambulante psych. Tagesstätte besuchen (z.B. Haus Bornberg), um eine qualifizierte Weiterbehandlung zu gewährleisten.  Dadurch wäre auch die Tochter entlastet und es würde auch noch auf Diätkost speziell geachtet werden. Sie hätte neben ihrem Psychiater noch mal die Möglichkeit auf Gespräche.

·Internistische Erkrankungen: Frau K. sollte ebenfalls regelmäßige Besuche beim Hausarzt vornehmen, um ihre Einstellung auf Diabetes mellitus zu Überprüfen, Probleme der Darmtätigkeit anzusprechen (Absprache mit Psychiater) und Medikamenteneinstellung reg. Überprüfen bezüglich Ihrer art. Hypertonie/ Herzrhythmusstörungen.



Evaluation

1.Krankenbeobachtung und Gespräche: Verhaltensauffälligkeiten von Frau K. selbst à äußert sie weiterhin Wahnhafte Gedanken (Verarmungswahn) und  Halluzinationen
Nimmt sie an Therapiemöglichkeiten der Station teil (Ergotherapie), zieht sie sich weiterhin zurück, weiterhin gedrückte Stimmung und Schuldgefühle.
2.Anhand des sog. HbA1C Wertes kann bestimmt werden, ob sich Frau K. an die vorgeschriebene Diät gehalten hat bzw. ob sie medikamentös richtig eingestellt ist.
3.Obstipation: Durch Stuhlprotokoll bewerten und evaluieren ob die Stuhlentleerung im natürlichen Bereich ist (auch Konsistenz) und am Verhalten von Frau K. à drängt sie weiterhin auf Abführmitteln, Überbewertet sie ihre Ausscheidungsproblematik.


Lerida Rustemaj
K 2005


Offline Ida

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Praxisübungstag
« Antwort #1 am: 20. September 2007, 20:37:17 »

Besser wäre es gewesen mit Pflegediagnosen zu arbeiten, und anschließend in Sicht des Pat und PP zu unterteilen. Freue mich über Vorschläge und Komentare bezüglich des Inhaltes, Gestaltung und was euch sonst noch einfällt. Lg :-)