Autor Thema: Organmangel - „Der Hirntote ist keine Leiche“  (Gelesen 5496 mal)

Offline Thomas Beßen

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Organmangel - „Der Hirntote ist keine Leiche“
« am: 01. September 2010, 06:33:27 »
"Politiker und Deutscher Ärztetag fordern, die Organspende per Gesetz zur Regel zu machen. Kritiker äußern jedoch moralische Bedenken.

Von Mensch zu Mensch brauchen wir mehr Liebe, von Mensch zu Mensch brauchen wir mehr Gefühle“: Der Video-Clip auf Youtube, initiiert von Emi Music und Techniker Krankenkasse, kommt flott daher und verzeichnet 25000 Klicks. Aber verführt der Mix aus Rap und Info wirklich mehr Menschen dazu, Herz und Niere zu spenden?

Das Thema Organspende kommt seit 1997, als das Transplantationsgesetz (TPG) in Kraft trat, nicht aus den Nachrichten. Den jüngsten Anlass bot SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, als er ankündigte, seiner schwer kranken Gattin eine Niere zu spenden. Ein Schritt, der dazu angetan war, größten öffentlichen Respekt zu ernten. Dabei hat Steinmeier viele Vorbilder, auch Prominente darunter: Dem ehemaligen Formel-1-Weltmeister Niki Lauda spendeten zunächst der Bruder, später die Ehefrau eine Niere. Die beiden Grönemeyer-Brüder gaben Knochenmark für den krebskranken Bruder – der kurz darauf trotzdem verstarb. Fußballprofi Ivan Klasnic bekam eine Niere von der Mutter, später vom Vater. ...
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Wie aktuell auch einige Politiker, forderte der Deutsche Ärztetag neue gesetzliche Regeln: Der Ruf nach einer „Widerspruchslösung“ statt der geltenden „Zustimmungslösung“ würde die Situation umkehren: Nur wer ausdrücklich keine Organspende wünscht, dürfte sich ihr dann noch entziehen. Länder wie Spanien, Luxemburg, Polen, Portugal, Tschechien, Slowenien, Ungarn und Österreich praktizieren sie längt. ..."


Quelle & mehr: http://www.fr-online.de/wissenschaft/-der-hirntote-ist-keine-leiche-/-/1472788/4604422/-/index.html

Freundliche Grüße!
Thomas Beßen


Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.