Autor Thema: Hinlauftendenz bei Demenz - Hintergründe und Umgangshilfen  (Gelesen 7250 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Ungefähr 7 von 10 Menschen mit Demenz erleben irgendwann im Verlauf der Krankheit einen Hinlauftendenz. Der Anteil derer mit einem ausgeprägten Laufdrang liegt zwischen 10 und 25 Prozent. Hinlauftendenzen werden bei fortschreitender Demenz häufiger [1].

Elske Princen ist Hausärztin mit Schwerpunkt Geriatrie und arbeitet zusätzlich in einer geschlossenen geriatrischen Abteilung. „Von 20 älteren Menschen haben etwa 5 oder 6 einen starken Bewegungsdrang“, sagt sie. „Weil kein Garten oder sonstiger großer Platz zur Verfügung steht, fällt es diesen ‘Streunern’ schwer, das unruhige Gefühl loszuwerden.“ Wenn diese Menschen mit Demenz aber den ganzen Tag auf der Station herumlaufen, werden sie irgendwann müde, was das Risiko zu stürzen oder zu stolpern erhöht [2].

Verschwindet jemand mit Hinlauftendenz aus der Pflegeeinrichtung, sind die ersten 24 Stunden maßgeblich: Die überwiegende Mehrheit wird innerhalb dieses Zeitraums wiedergefunden. Danach steigt die Unfall- und auch die Todesgefahr rapide an - durch Verkehr, Unterkühlung, Stürze, stark verbrannte Haut in der Sonne. Die “Flucht” aus der Einrichtung erfolgt oft einige Tage nach der Aufnahme in ein Pflegeheim. ..."


Dies & mehr unter https://www.qwiek.eu bzw. unter https://www.qwiek.eu/de/aktuell/hinlauftendenz-bei-demenz-hintergruende-und-umgangshilfen

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Thomas Beßen

- ausbildungsrelevant -
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.