Autor Thema: Die Story im Ersten: Sterbehilfe (TV-Tipp | 21.11.2022 ARD ab 22:20 Uhr)  (Gelesen 1425 mal)

Offline Thomas Beßen

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„Für jeden Handgriff braucht er einen Pfleger: nachts, wenn er sich umdrehen will, zum Naseputzen, Zudecken, Tränentrocknen. Harald Mayer lebt in totaler Abhängigkeit. Multiple Sklerose hat ihn bewegungsunfähig gemacht. Der ehemalige Feuerwehrmann hat Angst, dass er bald weder schlucken noch atmen kann. Und trotzdem weiterleben muss. Bei vollem Bewusstsein."Das Leben, das ich habe, das ist kein Leben mehr!" Harald Mayer will Sterbehilfe.

Die hat er nie bekommen. Denn 2015 hatte der Bundestag die sogenannte geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten. Doch das Bundesverfassungsgericht erklärte dieses Gesetz später für grundrechtswidrig, der assistierte Suizid ist seit dem Urteil ohne jede Einschränkung erlaubt. Der Bundestag muss die Sterbehilfe nun neu regeln, wenn er sie einschränken will. Darauf hofft Harald Mayer. Der Schwerstkranke kämpft seit Jahren vor Gericht um die Herausgabe eines Medikaments, dass ihn sanft im Kreis seiner Familie entschlafen ließe. Einer Sterbehilfe-Organisation möchte er sich nicht anvertrauen.

Karl-Heinz Pantke wollte nie sterben. Obwohl auch er nicht mal mehr den kleinen Finger bewegen konnte: Locked in Syndrom lautete die Diagnose vor fast 30 Jahren. Doch der Physiker kämpfte sich zurück ins Leben und gründete den Verein Locked-in-Syndrom (LiS) für Betroffene und deren Angehörige. "Ich hatte heftige Suizidgedanken. Und bin froh, dass mir niemand geholfen hat“. Er war immer gegen eine Liberalisierung der Sterbehilfe: "Sie sollte per Gesetz stark eingeschränkt sein." Karl-Heinz Pantke ist nach unseren Dreharbeiten leider an Corona verstorben. …“


Quelle und Weiteres unter https://www.daserste.de/programm/index.html

Guten Abend!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.