Autor Thema: Diabetisches Fussulkus: Risikofaktoren und Prävention  (Gelesen 3612 mal)

Offline Thomas Beßen

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Diabetisches Fussulkus: Risikofaktoren und Prävention
« am: 23. Januar 2022, 12:08:57 »
Die Fotos reichen*: https://www.bibliomed-pflege.de/sp/artikel/44624-diabetisches-fussulkus-risikofaktoren-und-praevention

„Jeder Mensch mit Diabetes mellitus ist gefährdet, im Laufe seines Lebens ein Diabetisches Fußulkus auszubilden. Daher ist es wesentlich, Risikofaktoren und Warnsignale zeitnah zu identifizieren. Schulungen sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden. …“

Schönen Sonntag noch!
Thomas Beßen

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Offline IKARUS

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Re: Diabetisches Fussulkus: Risikofaktoren und Prävention
« Antwort #1 am: 23. Januar 2022, 15:18:37 »
Das Problem bei den Schulungen - auch mit eindrucksvollen Bildern - sind manche Betroffene, die sich ihre Diabeteszukunft nicht vorstellen (können) wollen. Aber wir Pflegefachkräfte geben nicht auf, die Kugel den Berg hinauf zu schieben.
Wir erleben es ja auch heute zu einem anderen aktuellen Thema, dass so mancher Mitmensch dem nicht folgen will, was die ausgewiesenen Fachleute in die Runde als Denkanstöße geben.
Was für mich die wichtigste Grundlage ist, ist das Vertrauen der Betroffenen zu ihrem Behandlungsteam.

Schönen Sonntag und eine guten Start in die kommende Woche, Michael Günnewig

Offline dino

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Re: Diabetisches Fussulkus: Risikofaktoren und Prävention
« Antwort #2 am: 23. Januar 2022, 16:44:06 »
Da sprichst Du wahre Worte, Vertrauen. Leider gab es da in den letzten Jahren immer wieder Ereignisse, die das Vertrauen erschütterten. Ich denke hier erstmal an die gepanschten Chemotherapeutika. Schon damals schrieb ich von einem Boomerang Effekt. Dann die relativ häufigen Knie OP`s. Nicht zu vergessen die Maskenaktionen bis hin zu gepanschten Impfsera, getürkten Attesten etc. Dies Alles erschüttert das Vertrauen in das Gesundheitswesen. Das Angesprochene bildet natürlich nicht das Gesundheitswesen in Deutschland ab. Die absolute Mehrheit leistet eine Top Arbeit. Aber es ist wie bei einem Brandstifter aus den Reihen einer Feuerwehr. Ein einziger kann 10 Jahre erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit in 1 Minute zunichte machen.
Eine Kugel den Berg hinaufschieben macht keinen Sinn. Erreicht man die Spitze, rollt sie auf der anderen Seite munter hinunter. Man sollte akzeptieren, das dieses Rollen keinen Sinn macht. Nein, man sollte weg von dem Alles oder Nichts Gedanken, hin zu einer Stabilisierung der Kugel mit nachhaltiger Wirkung, also einem Kompromiß. Bei mir sind es eher die Raucher. Ein Raucher steckt sich seine Kippen an, ohne groß darüber nachzudenken. Ein Verbot ist witzlos, Kontrollen beflügeln nur die Phantasie nicht beim Rauchen erwischt zu werden.
Mein Ansatz:
Es steht mir nicht zu jemanden das Rauchen zu verbieten. Ich biete Aufklärung an, verbunden mit dem Angebot einen ritualisierten Kompromiß zu finden. COPD/Asthmatiker nehmen morgens als Erstes ihre Aerosole. Die Alveolen weiten sich. Danach gibt es die erste Kippe. Ich versuche es umgekehrt. Erst die Kippe, auf dem Raucherbalkon in der frischen Luft. Danach gibt es im Zimmer die ersten Sprays. Das Ganze kann man noch etwas triggern mit der SpO² Messung vor/nach der Aerosolgabe. Dazu gehört natürlich auch eine (evtl nochmalige) Einweisung auf die Technik der Aerosolgabe. Insgesamt muss man versuchen den Patient als Partner auf Augenhöhe zu gewinnen, und nicht als "Befehlsempfänger" zu sehen.

VG
dino