Autor Thema: Neue Richtwerte in den USA: Haben wir jetzt alle Bluthochdruck?  (Gelesen 679 mal)

Offline Thomas Beßen

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"US-Experten haben die Richtwerte für Bluthochdruck abgesenkt. Damit dürften nun Millionen Menschen Hochdruck diagnostiziert bekommen, die bislang noch im Normalbereich lagen.

In den USA ist der Richtwert für die Behandlung von Bluthochdruck herabgesetzt worden. Die American Heart Association hat folgende neue Richtlinien veröffentlicht: Künftig wird von Bluthochdruck gesprochen, wenn der obere – systolische – Wert bei 130 mm Hg oder höher liegt und der untere – diastolische – Wert bei 80 oder darüber. Bislang galt der Blutdruck bei 140 zu 90 als zu hoch.

Ärzte würden nun anerkennen, dass schon "bei diesen niedrigeren Werten" Komplikationen auftreten könnten, heißt es in den neuen Richtlinien zur Feststellung und Behandlung von Bluthochdruck. Sie wurden bei einer Konferenz der American Heart Association im kalifornischen Anaheim verkündet. Zuletzt waren die Kennzahlen 2003 aktualisiert worden. ..."


>>> http://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_82694926/die-usa-haben-die-werte-fuer-bluthochdruck-gesenkt.html

Siehe auch http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/bluthochdruck-usa-senken-richtwerte-fuer-blutdruck-a-1177880.html und z.B. https://www1.wdr.de/wissen/mensch/bluthochdruck-neue-richtlinien-100.html

Guten Morgen!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

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Re: Neue Richtwerte in den USA: Haben wir jetzt alle Bluthochdruck?
« Antwort #1 am: 22. November 2017, 13:53:46 »
Ein Problem stellt das Diagnostizieren eines "echten" Hypertonus dar. Denn hierzu benötigen wir (SB) etwas, was in Gesundheitsdienst Mangelware ist: Zeit, und Vertrauen der Patienten. Folgende Analogi: Oma Meier geht zum Hausarzt. Trotz Termin ist das Wartezimmer voll. Es werden Krankheitsgeschichten ausgetauscht. Dazu kommt noch die Angst ob sie etwas ernstes habe. Die Neurotransmitter schrauben sich hoch. Der Doc, oder die Arzthelferin, wirken gestresst. Der Blutdruck steigt. Beim nächsten Besuch sieht es ähnlich aus. Auch in der Klinik werden oft hohe BD-Werte festgestellt. Das PP stürmt ins Zimmer, bewaffnet mit Stethoskop und Manschette. ERR  Messen geht schnell, man hat noch was weiß ich wieviel Zimmer vor sich, verbreitet Hektik. Auch hier wieder greifen Neurotransmitter ein, der BD steigt. Wie kann man das umgehen? Ganz einfach, ruhig bleiben, keine Hektik verbreiten, erstmal ein paar Worte wechseln (small talk sacht man heute). Sollten die Werte trotzdem anhaltend verdächtig sein kann man immer noch ein 24 Std. BD - Gerät zum Einsatz ringen.
VG
dino