Autor Thema: Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten  (Gelesen 1634 mal)

Offline Thomas Beßen

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Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten
« am: 18. Dezember 2015, 07:27:27 »
"Musik ist nicht nur ein Balsam für die Seele, es kann möglicherweise auch die kognitiven Fähigkeiten von Demenzpatienten verbessern, wie eine randomisierte klinische Studie im Journal of Alzheimer Research (2015; doi: 10.3233/JAD-150453) zeigt.

Das Hören, aber mehr noch das aktive Praktizieren von Musik aktiviert im Gehirn ein breites Netzwerk von Regionen, schreibt Teppo Särkämö vom Institut für Verhaltens­wissenschaften an der Universität Helsinki. Musik sei bei gesunden Menschen in der Lage, verschiedene kognitive Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit und Arbeitsgedächtnis zu verbessern, und sie habe nachweislich eine günstige Wirkung auf das Gemüt. ..."


Quelle & mehr: http://www.aerzteblatt.de bzw. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/65141/Studie-Singen-und-Musikhoeren-hilft-Demenz-Patienten

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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Offline hironimus

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Re: Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten
« Antwort #1 am: 19. Dezember 2015, 13:49:04 »
Das kann doch jeder Praktiker auch bestätigen. Es gibt aber noch weitere Aspekte, die hier zum tragen kommen können. Es sind die verschiedenen Prophylxen, die so nebenbei durchgeführt werden. Allein die Pneumonieprophylaxe sei nur exemplarisch erwähnt. Mitunter können wissenschaftliche Ergebnisse die Praxis bestätigen, sie widerlegen oder entscheidend weiter bringen.
Wäre doch ein Gedanke wert herauszufinden, wie das Pneumonierisiko durch das Singen gesenkt werden kann. Die richtige Anwendung des GIEBEL-Rohres führt auch zu einer Senkung des Pneumonierisikos.
Schönen 4. Advent wünscht allen Usern, Hironimuss

Offline Thomas Beßen

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Re: Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten
« Antwort #2 am: 09. Juni 2019, 13:48:33 »
Siehe auch https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/demenz-musik-hilft-bei-alzheimer-a-1270943.html: "Musik hilft bei Alzheimer - Jeder Mensch hat eine Playlist, die ihn durch sein Leben begleitet. Wie diese Musik Demenzkranke unterstützt, und warum Klänge im Kampf gegen das Vergessen helfen können.

"Wir brauchen Musik auf Rezept", fordert Stefan Kölsch. Der Neurowissenschaftler, Psychologe und Soziologe forscht an der norwegischen Universität von Bergen zur Wirkung von Klängen aufs Gehirn. Gerade im Kampf gegen neurologisch bedingte Krankheiten hält er Musik für mindestens genauso wichtig wie Medikamente - vielleicht sogar für wichtiger. ..."


Schöne Pfingsten!
Thomas Beßen
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Offline dino

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Re: Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten
« Antwort #3 am: 10. Juni 2019, 06:48:08 »
Ich würde dies nicht auf Musik beschränken, sondern auf jedes Hobby erweitern wo eine Hirnleistung notwendig ist. Wenn ich mir durchlese was Ikarus über das Tanzen im APH schreibt wird da letztendlich auch einiges an Synapsen aktiviert. Gut, ist halt Musik dabei. Wenn ich Eisenbahn spiele muss ich aber auch mitdenken. Ich unterhielt mich mit einem an Demenz erkrankten Verwandten. Er konnte mir noch 1a die Schaltkreise seiner TT Bahn erklären, hatte aber sonst Defizite im Tagesablauf. Und, Ikarus wird dies fürs Tanzen bestimmt bestätigen können, er blühte dabei auf. Denn es war jemand da, der sich einfach "nur" mit ihm (auf Augenhöhe) unterhielt.
VG
dino

Offline IKARUS

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Re: Studie: Singen und Musikhören hilft Demenz-Patienten
« Antwort #4 am: 10. Juni 2019, 19:24:50 »
Ja Dino!!
Es ist von zweiter Wichtigkeit, mit was für einem Hobby wir der Betroffenen reaktivieren können.
Denn wir "holen" den Desorientierten da ab, wo er sich am wohlsten fühlt und er sich wohlfühlen wird, wenn wir ihn zu seinem Hobby begleiten.

Zur Zeit setze ich mich mit dem Pflegemodell von ERWIN BÖHM auseinander und halte für sehr beachtenswert.
Arbeitet Ihr auch damit? Es ist ja in der Somatik kaum bekannt.
Sonnige Grüße aus Essen, Michael
Baltrum war super!!