Autor Thema: Lernt von den Studenten! Pardon, lernt von unseren Schülerinnen und Schülern!  (Gelesen 3962 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Professoren begreifen den digitalen Wandel an den Hochschulen nicht. Stattdessen hacken sie auf ihren Studenten herum. Schluss damit!, fordert der Dozent Christian Dries"* unter https://www.soziologie.uni-freiburg.de/aktuell/veroeffentlichungen/zeit-2015-25-00069.pdf

Guten Abend!
Thomas Beßen

* https://www.soziologie.uni-freiburg.de/personen/dries
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Ja! Das  ist schon wahr, dass wir Lehrkräfte auch von unseren Schülerinnen lernen könne, was den Umgang mit den neuen Medien angeht. Auch DU THOMAS hast mich oft darauf hingewiesen, dass ich mutiger sein soll, im Umgang mit den neuen Medien. Es hat ja einiges genutzt und ich frage auch heute gelegentlich meine Schülerinnen wie ich denn das und das bewerkstelligen kann. Es ist ein Geben und Nehmen, wobei das Fragen oft schwieriger ist als das Antworten.
Also fordere ich (mich auch!!) sei-d mutiger im Umgang mit den neune Medien.
Das ALTE war aber auch nicht schlecht!!!
Was ist bei Stromausfall? Am Besten wir beherrschen beide Varianten.

Beste Grüße, IKARUS

Offline dino

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Und wieder ein Punkt für Krankenpflegeschulen die in die Klinik integriert sind. Fällt der Strom aus springt die Netzersatzanlage an und Du hast Strom.  :-D 8-)
VG
dino

Offline IKARUS

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Als Erstes habe ich geschmunzelt Dino!
Da hast Du mich auf dem Fuß erwischt, dass ich heute mehr bei privaten Bildungsanbietern unterrichte als in den Pflegeschulen an etablierten Kliniken.
Was machst Du denn wenn der Storm ausfällt? Nehme es doch mal an!! Was machst Du dann??
Einen sonnigen warmen Tag wünscht IKARUS

Offline Dottore

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Re: Lernt von den Studenten...
« Antwort #4 am: 02. August 2015, 08:32:25 »
Als Erstes habe ich geschmunzelt Dino!
Da hast Du mich auf dem Fuß erwischt, dass ich heute mehr bei privaten Bildungsanbietern unterrichte als in den Pflegeschulen an etablierten Kliniken.
Was machst Du denn wenn der Storm ausfällt? Nehme es doch mal an!! Was machst Du dann??
Einen sonnigen warmen Tag wünscht IKARUS

Ich bedaure nur, dass es in meiner Ausbildungszeit noch keine Tablets gab, und ich mit nem Notebook auf dem Buckel zur Schule wandern musste.
Stromausfall? Kein Problem, der Akku hält im Normalfall 8 Stunden locker durch. Kein Internet mehr durch den Stromausfall? Dann muss eben das iPhone mit UMTS als Hotspot herhalten... und bei 128 Gbyte NAND Speicher auf meinem iPad Air 2 lässt sich einiges an Lektüre und Lexikas unterbringen.

Der Dozent hat was an die Tafel geschrieben...abschreiben? Wozu? Ich photografiere einfach die Tafel mit der integrierten 8 MPixel Kamera. Ich könnte sogar den ganzen Unterrichtsverlauf per Video aufzeichnen und mir daheim nochmals anschauen, sowie auf einem anderen Festspeicher archivieren. Dazu wiegt das Teil nicht mal 500 Gramm, anders als mein altes Notebook mit etwa 3,5 Kilo...
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Offline IKARUS

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Hi Dottore, natürlich kann man mit einem Tablet das Tafelbild fotografieren. Ob dann die Schüler es zuhause nacharbeiten oder den anderen Unterrichtsinhalt nacharbeiten, bleibt für mich ein kleines Geheimnis. Warum Nacharbeiten, wenn im Unterricht noch/sofort Klärungsfragen gelöst werden könnten. Ob Schüler dann den schwierigeren Weg gehen und in die Bücher und Lexica sehen erschließt sich mir auch schwer. Heute muss doch Vieles hopla hop  gehen. Wenn Schüler nacharbeiten/nachfragen, bekommt das die Lehrkraft auch mit, das Interesse am Thema besteht. Nur kopieren bringt einen Menschen am Thema nicht weiter. Im Sport ist das ebenso!! Nur wer sich müht, kann zu gegebener Zeit auch die Ernte einfahren.
Mir ist wohl bekannt, dass es viele Wege zum Ziel gibt.

Eine guten Wochenstart wünscht IKARUS

Offline Dottore

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Re: Lernt von den Studenten! ...
« Antwort #6 am: 04. August 2015, 02:43:20 »
Was das Nacharbeiten angeht, das stimmt schon. Nur gibt es auch genug Leute, denen das Nacharbeiten nach "traditioneller Art" zu mühselig ist. Oder die eben dem Unterricht schwer folgen können, wenn sie gleichzeitig noch abschreiben sollen (Multi-Tasking). Genau das hat auch mich immer generft. Oder das Abzeichnen irgendwelcher veranschaulichenden Skizzen. Das liegt mir gar nicht. Das sieht jedesmal furchtbar bis nicht nachvollziehbar aus. Da ist die Photografie ein wahrer Segen. Zudem ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Antwort zu einer Frage oft zu weiteren Fragen führt.

Lernen ist eine individuelle Angelegenheit. Den neuen Medien vorzuwerfen, sie unterstützen Faulheit finde ich ziemlich einfältig. Bequemlichkeit ist im Menschen verankert, nicht in Geräten. Geräte hingegen können bei entsprechender Nutzung die Arbeit effizienter und angenehmer machen.
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Offline IKARUS

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Hi Dottore! Schön, dass Du mit einer Übereinstimmung beginnst.
Es liegt mir fern einem Menschen - und besonders wenn ich ihn nicht persönlich kenne - Faulheit zu unterstellen.
Das Nutzen von neuen Medien, die gab es auch zu meiner Jugendzeit, ist so eine Sache für sich. Die Diskussion die wir heute führen, gab es bereits. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, dass das eigenständige Erarbeiten mich am Weitesten gebracht hat. Das mühevolle Abzeichnen von anatomischen Bildern hat mein Vorstellungsvermögen entwickelt.
Zu der Anmerkung bezogen auf das Fragen/Nachfragen hat mich unter anderem ein Zitat von Göthe weitergebracht.
Ich hatte damit begonnen [1979] mich mit den Verbrennungen auseinanderzusetzen und habe damals viele Standardwerke studiert. Ich hatte gute Ausbilder die ich fragen konnte. Das Fragen und besonders das Nachfragen koste viel Zeit. Ja sogar sehr viel Zeit!
Zur rechten Zeit nachfragen ist ein Kunst. Das kenne ich von mir und später von "meinen" Schülern.   
Wenn wir es hinbekommen, haben wir genügend Zeit zum Studium. Es ist eine Frage das Managements.

„Alles, worauf sich ein Mensch ernsthaft einläßt, führt ins Unendliche.“ Johann Wolfgang von Goethe

Wenn ich eine Türe öffne, sehen ich anschließend weitere. Wenn ich eine Frage stelle, ergeben sich daraus viele Weitere. So ist das Leben - auch das Privatleben""

Schön wieder einen Diskutanten hier zu treffen!!!

Beste Grüße aus Essen, IKARUS

Offline dino

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N(etz)E(rsatz)A(nlage) ist ein großer Diesel der das Notstromaggregat antreibt, gesetzlich für Kliniken vorgeschrieben. Die Schule hängt am selben Netz, also alles no problem :-)
VG
dino
« Letzte Änderung: 09. August 2015, 15:17:23 von dino »

Offline Dottore

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Re: Lernt von den Studenten!
« Antwort #9 am: 14. August 2015, 17:02:58 »
„Alles, worauf sich ein Mensch ernsthaft einläßt, führt ins Unendliche.“ Johann Wolfgang von Goethe

Wenn ich eine Türe öffne, sehen ich anschließend weitere. Wenn ich eine Frage stelle, ergeben sich daraus viele Weitere. So ist das Leben - auch das Privatleben""

Genau so sieht es aus. Und genau deswegen sind diese neuen modernen Geräte und Medien zur Informationsbeschaffung und -aufbewahrung auch so ein Segen. Denn damit kann ich noch schneller Türen öffnen um weitere Türen vorzufinden. Oder warum meinst Du, macht die Menschheit immer größere Sprünge in Wissenschaft und Technik.

Und ob jetzt ein Professor an der Universität im Rahmen seiner Forschung sich solcher Geräte bedient, oder der Student im Hörsaal zur Aufzeichnung, oder eben der (Krankenpflege-)Schüler im Lehrsaal, der Nutzen und Effekt bleibt ein und derselbe.

Alles kann gebraucht und missbraucht werden. Solange man aber nur an Gefahren oder Missbrauch denkt und diese zu sehr fürchtet kann man sich auch nicht weiterentwickeln.

"Wer Innovation will muss mit Tradition brechen" bzw. "Tradition ist Innovation von gestern"
« Letzte Änderung: 14. August 2015, 17:04:51 von Dottore »
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Offline IKARUS

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Gerne stimme ich zu Dottore.
Es kann ja auch Tradition sein sich weiter zu entwickeln.
Beste Grüße aus Essen, IKARUS