Autor Thema: Mehr ist nicht immer besser - Übertherapie am Lebensende  (Gelesen 1385 mal)

Offline Thomas Beßen

  • Administrator
  • *
  • Beiträge: 8.994
  • - die Menschen stärken, die Sachen klären -
    • http://www.pflegesoft.de
"Ein würdevoller Tod bedeutet für die meisten Menschen, am Lebensende keine unnötigen und obendrein oft belastenden Therapien über sich ergehen lassen zu müssen. Die Wirklichkeit sieht aber häufig anders aus. ..."

Dies und viel, viel mehr unter http://www.nzz.ch/wissenschaft/uebertherapie-am-lebensende-1.18329117

Flüchtige Grüße!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

  • SchülerInnen & DozentInnen Vitos Hochtaunus u. Rheingau
  • *
  • Beiträge: 4.486
  • In der Ruhe liegt die Kraft
Re: Mehr ist nicht immer besser - Übertherapie am Lebensende
« Antwort #1 am: 27. Juni 2014, 07:25:06 »
Etliche Beobachtungen nähren freilich den Verdacht, dass private Zusatzversicherungen viele Spitäler und Ärzte dazu verleiten, ihre medizinischen Möglichkeiten über die Massen auszuschöpfen. Übersetzt auf den klinischen Alltag, heisst das oft: Teure Geräte müssen gut ausgelastet sein, damit sich die hohen Anschaffungskosten lohnen
Wo ist das nicht so? Geräte sind teuer, etliche sehr schnell veraltet. Es ist immer einfach Kritik zu üben ohne für die Organisation/Anschaffung verantwortlich zu sein.

Aber auch die Angehörigen drängten den Arzt häufig dazu, etwas zu unternehmen. «In unserer Klinik, in der das Durchschnittsalter der Patienten bei 82 Jahren liegt,
 kommen wir beständig in die Situation, von unnützen Behandlungen abzuraten.

Angehörige, aber auch Betreuer, stellen ein potentielles Problem dar. Vor Allem da diese dazu neigen zu den Schwarzkutten zu rennen. Diese wiederum sehen ein einträgliches Geschäft darin Krhs. zu verklagen. Ich denke, dass die Angst vor Repressalien auch der Hauptgrund für lebensverlängernden Massnahmen bei infausten Prognosen darstellt.
VG
dino
« Letzte Änderung: 27. Juni 2014, 08:33:42 von dino »