Autor Thema: STERBEN und TOD  (Gelesen 1313 mal)

Online IKARUS

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STERBEN und TOD
« am: 19. November 2012, 20:08:59 »
Wie kann man das Thema Töten und Sterben lassen gleichsetzen?
Oder vertstehe ich da die ARD Themenwoche nicht so ganz richtig?
Das Eine ist für mich eine Straftat, das Andere kann ein Akt der Nächstenliebe sein.
Wenn es doch darum geht das Leiden eines unheilbaren Menschen zum Ende zu führen, ist das doch etwas ganz anderes als wenn ich aktiv das Leben eines gesunden oder kranken Menschen beende.
Für mich ist das Ziel meiner Handlung wichtiger als das Ergebnis. Das Ergebnis wäre beides male der TOD.
Aber es gibt halt den wichtigen Unterschied, auf den es mir ankommt.
Als junger Krankenpfleger hatte ich mich oft gefragt, weil ich [noch!!] keine Ahnung hatte, warum lässt man den Patienten nicht sterben. Heute sind mir die damaligen Handlungen der fachkompetenten Mediziner klarer und mit dem Abstand kann ich schreiben, dass sie recht gehandelt haben und ich nunr von meinem Leiden gefangen war.
Das ist aber der wichtige Unterschied!!
Nicht mein Leiden darf mein Handeln bestimmen, sondern die Überlegungen das Leiden zu mildern oder gänzlich aufzuheben. Da ist es an den Fachkräften [hoffentlich bin ich heute eine!!] die jungen Berufseinsteiger in das schwierige Randgebiet des Berufes zu begleiten.
Leider hatte ich keine gute Begleitung am Bett der Schwerstkranken, was ich heute nach meinen Kräfte aber praktisch durchführe.
Im Unterricht und am Krankenbett wird der TOD bei passender Gelegenheit thematisiert.
Lebende Grüße, IKARUS