Autor Thema: Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste  (Gelesen 217 mal)

Offline Thomas Beßen

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Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste
« am: 05. August 2020, 08:17:22 »
"Für den Nachtdienst ist ein festes Team aus Dauernachtarbeitern besser als ein Rotationssystem mit wechselnden Tag- und Nachtschichten. Das zumindest findet die Mehrheit der Pflegenden, wie eine Umfrage der Fachzeitschrift Altenpflege auf Facebook ergeben hat.

Von über 1 000 Befragten sprachen sich 69 Prozent für Dauernachtdienste aus. "Ein festes Team ist immer besser, man kann sich aufeinander verlassen", schreibt eine Nutzerin. Viele argumentieren auch, dass Nachtarbeit durch Regelmäßigkeit besser mit dem Privatleben vereinbar sei.

Aber es gab auch Gegenstimmen: Dauernachtarbeiter bekämen kaum Feedback oder Fehlerrückmeldungen, seien insgesamt weniger eingebunden, schreibt eine Nutzerin. 31 Prozent der Befragten gaben dem Rotationsprinzip mit wechselnden Tag- und Nachtdiensten den Vorzug. "Ein gewisser Wechsel ist notwendig", schreibt ein Nutzer. In Häusern mit Dauernachtwachen entwickelten sich seiner Erfahrung nach häufig Parallelsysteme. ..."


>>> http://www.altenpflege-online.net/Infopool/Nachrichten/Die-Mehrheit-der-Pflegenden-bevorzugt-Dauernachtdienste

Sommerliche Grüße!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste
« Antwort #1 am: 05. August 2020, 10:15:20 »
Diese Diskussion ist ewig jung!!!
Warum haben Wissenschaftler verschiedener Institute immer wieder versucht herauszufinden, was denn besser wäre, wo man sich schützend vor das Personal stellen muss = Arbeitsschutz (BG, ...).
Alle diese Bemühungen werden vom Personal abgeblockt, weil sie nicht in ihre (gesundheitliche) Zukunft blicken können oder wollen.
Es gibt gute Gründe für einen dauerhaften Nacht-Dienst. Aber es ist erwiesen, dass die Langzeitfolgen sich nach Jahrzehnten einstellen werden.
Und dann??!!
Dann sollen diese Folgen wieder von der Gemeinschaft getragen werden, nach  dem Motte "Der Erfolge wird personalisiert und der Schaden wird sozialisiert!"
Müssen wir das wirklich hinnehmen, dass wir bezahlen sollen, für das was vermeidbar gewesen wäre?

Ich verstehen den Wunsch nach dauerhaftem Nachtdienst. Da ist ein junger Vater/ eine junge Mutter, die bei seinem/ihrem Kind bleiben will und sich Nachtdienst prima anbietet. Und dann noch: "ich mache es doch freiwillig!"
So junge engagierte MitarbeiterINNEN können aber nicht in ihre gesundheitliche Zukunft blicken!

Ausgeschlafene Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Re: Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste
« Antwort #2 am: 05. August 2020, 12:58:02 »
Wenn Du diese Schiene bedienen willst muss man auch all die Altruisten stoppen die sich für die Arbeit  "Aufopfernd", all die, die in ihrer Freizeit irgendwelche Verbandsversammlungen des DBfK besuchen, all jene, die mit ihrer Freizeit nix besseres anzufangen wissen als Fortbildungen ohne Freizeitausgleich zu besuchen. Denn sie sind Anwärter auf den burn Out Award, fallen lange aus und der Rest muss es kompensieren.

VG
dino

Offline IKARUS

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Re: Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste
« Antwort #3 am: 05. August 2020, 13:05:19 »
Ich will keine Schienen bedienen!
Nur "die Mehrheit will, was andere später bezahlen sollen!"
Ist das vernünftig?
VG,M

Offline dino

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Re: Die Mehrheit der Pflegenden bevorzugt Dauernachtdienste
« Antwort #4 am: 05. August 2020, 20:07:54 »
Beides hat Vor- und Nachteile. Wo fängst Du an wo hörst Du auf? Ich bin Pragmatiker, ich überlasse dies meinen Mitarbeitern. Die sind alle volljährig, haben ein Examen und sind des Denkens fähig. Und die Praxis gibt mir Recht, bei Alt und Jung. Natürlich gibt es junge Familien, und da wird auch drauf Rücksicht genommen, weitestgehend. Aber was Du so schreibst ist fast eine Unterstellung die Mitarbeiter/innen wissen nicht was gut für sie ist.
VG
dino