Autor Thema: Die neue Pflegeausbildung: Wer darf künftig welche Aufgaben übernehmen?  (Gelesen 724 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Die neue generalistische Pflegeausbildung steht unmittelbar vor der Tür und damit auch eine Reihe neuer Regelungen, deren Vor- und Nachteile Auszubildende kennen sollten. Zu allen Neuerungen rund um die Generalistik haben wir Prof. Gertrud Hundenborn befragt, die sich als Mitwirkende bei der inhaltlichen Ausgestaltung der neuen Pflegeausbildung bestens auf diesem Gebiet auskennt. ..."

>>> https://www.rechtsdepesche.de/die-neue-pflegeausbildung-wer-darf-kuenftig-welche-aufgaben-uebernehmen/

Teil 2: https://www.rechtsdepesche.de/die-neue-pflegeausbildung-uebernahme-aerztlicher-taetigkeiten-vorgesehen/

Guten Morgen!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Auch in diesem Interview wird wieder über die "Übernahme ärztlicher Aufgeben" debattiert.
Diesen Gedankengang, der so oft wiederholt wird, kann ich nicht teilen, weil das auch finanzielle Konsequenzen in sich trägt.
Wer verordnet kann auch die geleistet Arbeit in Rechnung stellen und den Leistungserbringer bezahlen.
Man sollte mal mit spitzem Stift aufschreiben, was Pflegekräfte (vor allem am Wochenende!) leisten, was eigentlich die Aufgabe anderer Berufsgruppen ist.
Hier sollten die Pflegemanager und Pflegewissenschaftler und auch der Pflegebeauftragte der Bundesregierung umdenken.
Ich kenne noch die Zeit, in der es schick war "ärztliche Aufgaben zu übernehmen", um sich wertvoller zu fühlen. Das war ein Irrweg!!! Hier sollten wir uns emanzipieren!!
Es ist nicht so zu verstehen, das ich die Zubetreuenden nicht betreuen/pflegen will. Ich möchte nur, dass wir für unsere erbrachten Leistungen auch gerecht entlohnt werden.
Wir können mit unserer Sprache auch Professionalität zum Ausdruck bringen.
Beste Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Nun, bei Dir löst die "Übernahme ärztlicher Aufgeben" , wie ein pawlovscher Reflex, sofort negative Gefühle aus. Nur weil Du oft Negatives erlebt hast, gilt dies nicht für alle Kollegen/innen. Neue Aufgaben können durchaus anspruchsvoll, qualifiziert und auch motivierend sein. Man hätte sich vielleicht eine andere Semantik ausdenken können. Nun, ich bin kein Pflegefetischist. Im Zeitalter der Globalisierung wäre ich auch mit der Bezeichnung Nurse einverstanden. Ich finde es nur natürlich wenn man sich weiter entwickelt. Wundmanager stehen schon heute ihre Frau/ihren Mann wo früher ein Doc stand. Ich "wildere" auch schon seit Jahren von Sozialdienst/Psychologen mit der Gruppenarbeit rum. Und, es macht Spass, es ist fordernd, die Gefahr eines burn out sinkt. Was soll das Beispioel mit der Löhnung? Die Abrechnungsmodalitäten von Kliniken müssten Dir bekannt sein.
Ich möchte nur, dass wir für unsere erbrachten Leistungen auch gerecht entlohnt werden.
Man kann zwar nie genug Geld verdienen, aber ich würde lügen wenn ich behaupten würde, es wäre nicht leistungsgerecht. Mein Arbeitgeber entlohnt nicht nur leistungsgerecht, er achtet auch auf die Wechselwirkung Beruf und Familie, auf Weiter- und Fortbildungen. Ich hatte auch nie Probleme wenn ich Feuerwehrlehrgänge besuchte. Ich hatte auch keine Probleme ais ich jeweils nach der Geburt meiner 3 Kinder jeweils 4 Wochen Urlaub nahm. Und ich bin garantiert kein Einzelfall.
VG
dino