Autor Thema: Pflegende Angehörige: Hoch belastet und das Gefühl allein gelassen zu sein  (Gelesen 336 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Erste Ergebnisse einer Studie der Universität Witten/Herdecke

Pflegende Angehörige sind stark durch die Pflege belastet und stellen häufig ihre eigenen Bedürfnisse zurück. Das sind die ersten Erkenntnisse der Studie.

Im Zeitraum zwischen November 2018 und März 2019 haben 1.429 pflegende Angehörige an der Erhebung mit dem Titel „Was pflegende Angehörige wirklich brauchen“ teilgenommen. Es handelt sich um eine der größten Befragungen zu dieser Thematik im deutschen Sprachraum.

Zwei Drittel der Befragten berichten von einer hohen Gesamtbelastung durch die Angehörigenpflege. Etwa die Hälfte leidet darunter körperlich, mehr als 70% der Befragten sind stark bis sehr stark emotional belastet. „Einige Menschen haben nicht nur den Fragebogen ausgefüllt, sondern uns auch angerufen und erzählt, wie allein gelassen sie sich mit ihren Sorgen und Anliegen fühlen“, berichtet die Studienleiterin Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko.

Pflegende Angehörige wünschen sich mehr Unterstützung zur Bewältigung der Pflegesituation im engeren Sinne, haben aber auch eigene Bedürfnisse. So wünschen sie sich Informationen und Beratung auch zum Erhalt ihrer eigenen Gesundheit, zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, zur finanziellen Absicherung sowie zum Austausch mit anderen informell Pflegenden und zu Möglichkeiten einer Auszeit von der Pflege. ..."


Quelle & mehr: https://www.uni-wh.de/detailseiten/news/pflegende-angehoerige-hoch-belastet-und-das-gefuehl-allein-gelassen-zu-sein-7761/ - PM

Guten Morgen, besonders heute nach Witten!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Es stimmt mich nachdenklich, dass das herausgefunden wurde. Mir ist diese Erkenntnis bereits seid 2000 bekannt, als ich meine Ausbildung zum Pflegegutachter (an der Uni W/H) absolviert habe. Meine Erfahrung ist, dass viele Angehörige helfende Angebote abgelehnt haben mit den Worten: "das schaffe(n) ich (wir) schon!". Bereits damals hatten wir angeregt, dass auf die Angebote der verschiedenartigen Unterstützungsmöglichkeiten, die es damals bereits gab, die Kranken- und Pflegekassen in ihren regelmäßig erscheinen Mitgliederzeitschrift hinweisen könnten. Das ginge ohne weitere Kosten!! Es ist einfach keine verbreitete Kultur um Hilfe zu bitten, oder wenn sie angeboten wird sie anzunehmen. Hoffen wir mal, dass Wissenschaftler auch Wege aufzeigen, wie Etwas sich weiterentwickeln kann. Es gibt bezogen auf Krankheiten (z.B. DEMENZ) Selbsthilfegruppen für Betroffenen und oder auch für Angehörige. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat für ihre Klientel sehr viel erreicht, was eine einzelne Person niemals erreicht hätte. So zum Beispiel die Berücksichtigung im Pflegegutachten bezogen auf den Verlust der Alltagskompetenzen. Andere Betroffene (von MS, Parkinson, ...) bekommen diese Berücksichtigung nicht.
Sonnige Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Warum legst Du die Betonung auf Wissenschaftler. Sinnvoller wäre es auch die Praktiker zu befragen, die sind vielleicht gar nicht so unwissend.
VG
dino

Offline IKARUS

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Ich denke, dass auch die Praktiker wissend sind Dino! Es geht ja immer um den Theorie-Praxis-Transfer der von den Theoretikern eingefordert wird. Aber leben sie ihn auch? Ich denke, die (Theoretiker) haben da eine Bringschuld. Als junger Schüler habe ich oft gehört: "das hatten wir doch schon mal!", "das ist doch bekannt!", .... Meine Anmerkung galt, das sich Erkenntnisse nicht immer durchsetzen, die bereits vor Jahren herausgearbeitet wurden.
Mit anderen Worten sage ich: "früher hießen die Jungs Klaus und Erwin, heute heißen sie Kevin  und Marvin. Es sind weiterhin Jungs! Oder Anna und Maria und heute Chantall.
Die Welt entwickelt sich halt!
Sonnige Grüße, MG


Offline dino

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Na na, wir haben auch im Westen helle  Köpfe.

VG
dino

Offline IKARUS

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Wir haben überall helle Köpfe. Man muss ihnen nur helfen sich zu entwickeln. Es gibt Menschen die werden ausgebremst. Leider nicht nur von Leuchten!
VG, MG

Offline dino

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Dies war ein Joke von mir, da Chantalle etc oft in der ehemaligen SBZ verwendet wurden  :-D :evil:

VG
dino

Offline IKARUS

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Ja, auch wir Ruhris haben ein "Chantalle" für ALLES Dino!!
Und dann noch der Käwin, der dich dat Hemd am flattern  macht .

VG,M

Offline dino

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Der arme Käwin hat aber keine Freunde, er ist immer alleine zu Hause.

Klar gibt es nicht nur Leuchten. Es gibt auch Strohfeuer, erst helle Erstrahlen und dann bleibt nur Asche.  :-D

Vg
dino