Autor Thema: "Nachts Medikamente stellen? Besser nicht!"  (Gelesen 422 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Nachts Medikamente stellen? Besser nicht!"
« am: 03. Juli 2019, 06:57:17 »
"Der Umgang mit Medikamenten in den meisten deutschen Kliniken und Pflegeheimen lax organisiert. Wir fragten den Medizinrechtler Tobias Weimer*, wie Pflegekräfte am besten reagieren, wenn ihnen dabei Fehler passieren. ..."

>>> https://www.pflegen-online.de/nachts-medikamente-stellen-besser-nicht

Sonnige Grüße!
Thomas Beßen

* Dr. Tobias Weimer (M.A.) ist Fachanwalt für Medizinrecht
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: "Nachts Medikamente stellen? Besser nicht!"
« Antwort #1 am: 03. Juli 2019, 15:15:54 »
Ich erinnere noch sehr gut, dass es üblich war nachts die Medikamente zu stellen, weil am Tage Anderes erledigt werden musste.
Nach meiner Erinnerung kam es zu keinen nennenswerten Problemen, weil bei der Ausgabe an den Patienten die hellwachen Fachpflegekräfte darauf geachtet haben. Auch viele Patienten achten auf ihre Medikation!! Mir haben als junger Schüler (auch wenn ich die Medikamente nicht gestellt hatte gesagt, dass da eine "blau Pille" fehlt oder eine "grüne Pille" zuviel war. Es gibt gute Gründe, dass Arbeiten in bestimmte Dienste delegiert werden. Wenn also Arbeiten "umgelegt" werden sollen, dann sollten auch Lösungsvorschläge auf den Tisch.  Ich frage mich, was dann in welchem Dienst erledigt werden kann, damit die Patientenversorgung gesichert bleibt.
Kreativität ist sehr wichtig, aber die Kreativen müssen auch über eine Umsetzbarkeit ihrer Ideen nachdenken.
Sonnige Grüße, Michael Günnewig


Offline dino

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Re: "Nachts Medikamente stellen? Besser nicht!"
« Antwort #2 am: 03. Juli 2019, 20:42:43 »
Ich vertrete den Standpunkt das jede Schicht "ihre Medikamente" selbst stellt. Jede Schicht ist grundsätzlich verpflichtet die Medis vor Ausgabe zu überprüfen. Diese Überprüfung, sollte sie ernst gemeint sein, nimmt Zeit in Anspruch. Diese Zeit kann ich mir sparen. Wir stellen unsere Med. grundsätzlich zu zweit. Einer liest aus dem KIS ab und zeichnet die Med. als gestellt, der/die Zweite stellt. Durch das Vorlesen ensteht eine größere Sicherheit, und der Zeitaufwand ist wesentlich geringer.
Es geht nicht darum über die Umsetzbarkeit kreativer Ideen nachzudenken, sondern sie praktisch zu erproben. Es werden in der Regel immer erstmal Gründe gesucht etwas nicht zu versuchen. Das erinnert mich an eine Hummel. Die Hummel ist dick, nicht gerade aerodynamisch geformt, und keiner würde glauben das eine Hummel fliegen kann. Sie kennt aber diese Bedenken nicht und fliegt davon. Dafür kann man Nachts wunderbar Bestellungen erledigen. Von den Mahlzeiten über Apotheke bis zu den Effekten. Bei mir sind Theorie und Praxis vereint, ich bin im 3-Schichtbetrieb tätig und weiß was zumutbar ist. Ich unterstelle aber das Nachtdienst der Natur zuwider läuft. Man hat Nachts einfach Totpunkte. Auch die beste "Nachteule" klagt irgendwann darüber. Es gilt, ein ausgewogenes Verhältnis an Routinearbeiten für Nachts zusammen zu stellen.

VG
dino
« Letzte Änderung: 04. Juli 2019, 08:55:41 von dino »