Autor Thema: Wir fordern wirksame und nachhaltige Gesundheitsförderung in der Pflege  (Gelesen 350 mal)

Offline Thomas Beßen

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""Pflegefall Pflegebranche? So geht`s Deutschlands Pflegekräften." Der Titel des heute veröffentlichten Gesundheitsreport 2019 der Techniker Krankenkasse weist auf seine Ergebnisse hin. Beschäftigte in der Pflege sind nicht nur häufiger und länger krank als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Branchen. Besonders der Anstieg stressbedingter Erkrankungen ist überproportional hoch. Woran das liegt und wie Gesundheitsförderung nachhaltig gestaltet werden müsste, hat der DBfK kommentiert.

„Die Pflege krankt“ – Dieser Befund des heute veröffentlichten Gesundheitsreport 2019 der TK kann niemanden überraschen, der die Entwicklung in den Pflegeberufen in den vergangenen Jahren verfolgt hat. Beruflich Pflegende weisen weit höhere krankheitsbedingte Fehlzeiten auf als der Durchschnitt anderer Branchen, besonders dramatisch sind die Zahlen bei Rücken- und psychischen Erkrankungen.

„Dieser Report reiht sich ein in die Reihe vorangegangener mit ähnlichen Ergebnissen“, stellt Johanna Knüppel, Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), dazu heute in Berlin fest. „Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Erkenntnisse darüber, was die seit langem anhaltende Überlastung mit den Menschen in den Pflegeberufen macht. Jeder kann das sehen – und viele Verantwortliche sehen seit Jahren nur zu, wie die Zahlen steigen. Wir brauchen auch nicht noch mehr Gesundheitsförderprojekte hier und da, die vorübergehend die Probleme adressieren, allzu oft aber nur als „Feigenblatt“ dienen, weil man an die wirklichen Ursachen nicht rühren will. Echte und nachhaltige Gesundheitsförderung für beruflich Pflegende muss zuallererst ein Gleichgewicht herstellen zwischen Arbeitsaufkommen und verfügbarer Pflegefachpersonalkapazität. Die Stilllegung von Klinikbetten oder Bewohnerplätzen mag unpopulär sein, ist aber vor allem eine Maßnahme zum Schutz von pflegebedürftigen Menschen und der Personen, die sie betreuen. Erst auf dieser Grundlage haben dann auch Fördermittel für Prävention eine echte Chance, die gewünschten Effekte zu erzielen.“

Der DBfK beobachtet seit langem mit großer Sorge, wie sich das Krankheitsgeschehen in den Pflegeberufen verändert und wie stark die stressbedingten Erkrankungen (Depression, Burnout, Suchterkrankungen…) Jahr für Jahr ansteigen. Gleichzeitig wird viel Geld für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderprojekte ausgegeben – ohne nennenswerten Erfolg. Die steigenden Krankheitsausfälle verschärfen zudem den ohnehin dramatischen Pflegepersonalmangel weiter und schrecken interessierte Bewerber ab. Wer Fachkräfte gewinnen und binden will, sollte wissen, dass er sie nicht verschleißen darf. "


>>> https://www.dbfk.de/ bzw. https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen/2019/Wir-fordern-wirksame-und-nachhaltige-Gesundheitsfoerderung-in-der-Pflege.php

Beste Gesundheit & Grüße!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

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Früher wurde das Sommerloch mit Adolfs Raumstation auf der dunklen Mondseite gefüllt, heute schreibt derDBfK. Na gut

Die Pflege krankt“ – Dieser Befund des heute veröffentlichten Gesundheitsreport 2019 der TK kann niemanden überraschen, der die Entwicklung in den Pflegeberufen in den vergangenen Jahren verfolgt hat. Beruflich Pflegende weisen weit höhere krankheitsbedingte Fehlzeiten auf als der Durchschnitt anderer Branchen, besonders dramatisch sind die Zahlen bei Rücken- und psychischen Erkrankungen.

In den letzten 3 Jahren war ich 10 Tage krank. 8 weil ich mir den Magen/Darm durch ne Antibiose bei Bronchitis verschossen hab, 2 wegen Schulter/Armsyndrom. Ich bin im 3 Schichtbetrieb plus Hintergrund.

Dieser Report reiht sich ein in die Reihe vorangegangener mit ähnlichen Ergebnissen“, stellt Johanna Knüppel, Sprecherin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK), dazu heute in Berlin fest. „Wir brauchen wirklich nicht noch mehr Erkenntnisse darüber, was die seit langem anhaltende Überlastung mit den Menschen in den Pflegeberufen macht. Jeder kann das sehen – und viele Verantwortliche sehen seit Jahren nur zu, wie die Zahlen steigen. Wir brauchen auch nicht noch mehr Gesundheitsförderprojekte hier und da, die vorübergehend die Probleme adressieren, allzu oft aber nur als „Feigenblatt“ dienen, weil man an die wirklichen Ursachen nicht rühren will. Echte und nachhaltige Gesundheitsförderung für beruflich Pflegende muss zuallererst ein Gleichgewicht herstellen zwischen Arbeitsaufkommen und verfügbarer Pflegefachpersonalkapazität. Die Stilllegung von Klinikbetten oder Bewohnerplätzen mag unpopulär sein, ist aber vor allem eine Maßnahme zum Schutz von pflegebedürftigen Menschen und der Personen, die sie betreuen. Erst auf dieser Grundlage haben dann auch Fördermittel für Prävention eine echte Chance, die gewünschten Effekte zu erzielen.“

Zum Einen: Was können kranke Menschen dafür? Ist der DBfK schon soweit das er Unbeteiligte vorsätzlich unnötig leiden lassen will? Zum Andern, weniger Betten gleich weniger Stellen. Sollte auch der DBfK schnallen. Das wäre ein Knieschuss.

er DBfK beobachtet seit langem mit großer Sorge, wie sich das Krankheitsgeschehen in den Pflegeberufen verändert und wie stark die stressbedingten Erkrankungen (Depression, Burnout, Suchterkrankungen…) Jahr für Jahr ansteigen. Gleichzeitig wird viel Geld für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderprojekte ausgegeben – ohne nennenswerten Erfolg. Die steigenden Krankheitsausfälle verschärfen zudem den ohnehin dramatischen Pflegepersonalmangel weiter und schrecken interessierte Bewerber ab. Wer Fachkräfte gewinnen und binden will, sollte wissen, dass er sie nicht verschleißen darf.

Ich bin zwar erst ein paar Tage im Job aber net Depressiv. Depressionen sind insgesamt auf dem Vormarsch, Arbeitsverdichtung macht auch vor Keinem halt.

Hiermal ein paar Vorschläge aus der Praxis, ohne viel Brimborium und Geschwätz.
- dem Personl günstigen Wohnraum anbieten
- sich in den örtlichen Kitas Plätze sichern, Transfer der Kinder übernehmen. Ich stelle mir vor: Das Haus stellt einen Kleinbus (eh vorhanden), die Eltern fahren abwechselnd
- mehr Personal, dass es auch eine gesunde Rückfallebene gibt
- Schülern Tablets und Wlan zur Verfügung stellen
- Dafür könnte man den jährlichen Betriebsausflug zur Diskussion stellen. Im Vergeich zuden obigen Ounkten ist er Peanuts.

VG
dino
« Letzte Änderung: 28. Juni 2019, 16:47:09 von dino »

Offline IKARUS

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Aber dafür lieber Kollege Dino, kann der DBfK nicht sorgen. Das ist dann die Aufgabe der Kliniken/Altenheime vor Ort.
Ich gebe dir gerne Recht bei deinem Forderungen, aber ich finde es auch günstiger, wenn Lösungsvorschläge unterbreitet würden als Forderungen.
Wenn du richtig zitierts: "... Depressioonen Burn out, ... " dann sollte auch der DBfK wissen, dass Burn out keine ICD-Diagnose ist und sich deshalb so Einige aus der Verantwortung ziehen. Und seelische Überlastungen werden in der Somatik ja so wie so zu oft "auf die leichte Schulter" genommen.
Sonnige Grüße aus Essen, Michael GÜnnewig

Offline dino

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 Ich Stelle meine Forderungen nicht an den DBfK, ich weiß daß er null ändern kann. Meine Forderungen könnte z. B. Verdi übernehmen, die können eh mehr Druck entwickeln. Oder die arbeitnehmen kommen von sich aus drauf😊😎
Das der DBfK nichts über Burn Out weiß wundert mich net. Die sind halt mit sich selbst beschäftigt.
VG
dino