Autor Thema: Echtes Leben: Wie selbstbestimmt darf ich sterben? | TV-Tipp 10.03.19 ARD 17:30  (Gelesen 300 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Wenn es soweit ist, soll es sanft und schmerzlos gehen. Zuhause und im Kreise der Liebsten. Einen solchen Tod wünschen sich die meisten von uns – wenn es soweit ist.

Es gibt jedoch Menschen, bei denen sich der Tod lange vorher ankündigt – aber nicht eintritt – und das Weiterleben zur Qual wird. Krebspatienten, die austherapiert sind, oder Menschen mit Multipler Sklerose, die sich nicht mehr bewegen können. Die ständig auf andere angewiesen sind und keinen Sinn darin sehen weiterzuleben. ..."


>>> https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/echtes-leben/sendung/wie-selbstbestimmt-darf-ich-sterben-100.html

Guten Morgen!
Thomas Beßen
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Ich denke, dass ich nicht selbstbestimmt sterben darf! Es sei denn, ich schaffe das alleine!! Wenn ich andere Menschen benötige, mich von meinem Leben/Leiden zu erlösen, komme ich in reale Schwierigkeiten. Unser Rechts-System lässt selbstbestimmtes Sterben nicht zu!
Einerseits finde ich das gut, weil wir (Gesundheitsberufler) nicht da sind das Leben aktiv zu verkürzen.
Andererseits wäre es gut, das (reale) Leiden zu beenden. Da hat es jedes Tier besser, dass unheilbar erkrankt/verletzt ist. Das wird einem "Gnadentod" zugeführt!
Wir sollten und dürfen es uns mit dem Tod nicht so einfach machen!
Außer JAMES BOND stirbt der Mensch nur einmal! Und wenn Maßnahmen ausgesetzt werden, kann das irreversible Folgen haben - die auch keiner will.
Es ist eine gesellschaftliche Debatte, die geführt werden muss. Dass das geschehen könnte, kann ich nicht erkennen und rechne damit auch nicht, weil die meisten Menschen Angst vor dem Sterben haben. Sie haben schlechte Erfahrungen aus ihrem (beobachteten) Leben und denken wo möglich, so könnte es auch bei mir sein. Leiden will ich nicht! Wer will das schon?
Es wäre manchmal besser einen Menschen "gehen" zu lassen, aber dann muss man sich gegenüber ANDEREN verantworten. Sie übertragen ihre Verlustängste auf den der GEHEN möchte. "Das darf doch nicht sein!"  ist dann oft zu hören.
Eine guten Weg aus diesem Dilemma habe/kenne ich auch nicht! Es ist eine gesellschaftliche Frage, auf die keine schnelle Antwort geben wird.

Lebendige Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Da hast Du Recht, aber bei uns spielt immer noch unsere Vergangenheit ( wo einige noch immer nicht den verbrecherischen Wahnsinn verinnerlicht haben) eine große Rolle, wie auch in anderen Bereichen der Politik.
VG
dino

Offline IKARUS

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Das stimmt Dino!
Deshalb bin ich dagegen, es uns leicht zu machen.
Oft habe ich erlebt, dass unheilbar Kranke länger leben mussten. Aus verschiedenen Gründen.
Ich erinnere aber auch einen Fall, da habe sich alle verschätzt mit der Prognose. Der Patient ist nach einem halbe Jahr aufgewacht und hat sogar diverse Ausbildungen und Prüfungen erfolgreich durchlebt und bestanden. DAs hat mich bis heute dazu gebracht, eher mich einzusetzen, als das ich den Tod eines Schwerstkranken herbei gesehnt hätte.
Wir sollten bereits in unseren Ausbildungen lernen wie wir mit dem Leid des anderen besser umgehen können als mitzuleiden. Hier könnte ich mir vorstellen, dass es Euch, in eurer fachlichen Umgebung, besser gelingen kann als in der Somatik.

Beste Grüße, Michael
habt eine schönen Sonntag - ich gehe jetzt Tanzen 

Offline dino

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Nee du, ganz und gar nicht. Warum sollte es auch? Leid ist immer individuell, auch das miterleben.
VG
dino