Autor Thema: Erste Anträge auf Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzenverordnung...  (Gelesen 298 mal)

Offline Thomas Beßen

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Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

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Was über Jahre "Kapputtgespart" wurde kann man nicht von heute auf morgen Restrukturieren. Die große Frage zur Zeit lautet doch: Entweder liegt der Pat. lange im RTW bis die Leitstelle ein Bett hat. Je länger dies dauert, umso größer die Möglichkeit eines Paralleleinsatzes für den RTW. Da er bereits belegt ist, kann der "neue" Patient warten.  Die golden hour vergessen wir dann mal. Egal ob Polytrauma, stroke oder ACS. Oder der Patient kommt in eine Klinik und wird unterversorgt. Oder er wird regelrecht versorgt und andere Patienten werden in dieser Zeit unterversorgt. Egal wie, auf mindestens absehbare Zeit müssen wir uns auf eine Unterversorgung einstellen. Auch wenn alle kooperieren, Träger wie Kassen, von heute auf morgen gibt es kein ausgebildetes, routiniertes und erfahrenes Pflegepersonal. Es ist an der Zeit, dies so auch den Menschen mitzuteilen.
VG
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Offline Thomas Beßen

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Der Kommentar des DBfK findet sich hier https://www.dbfk.de/media/docs/regionalverbaende/rvnw/pdf/DBfK-Nordwest_Kommentar-Dortmunder-Antrag-Aussetzung-PpUGV-ist-keine-Loesung_final.pdf und spricht eine deutliche Sprache.

Herbstliche Grüße!
Thomas Beßen
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Offline dino

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Wenn ich dem statement der Dortmunder Kliniken glaube liegt es an dem nicht vorhandenem Personal, gerade für die I. Hieran ist allerdings der DBVK nicht sooo gaaaanz unschuldig. Statt einen I-Einsatz für die Schüler zu fordern kam da lange nüschte daher. Wie wir alle wissen entscheidet sich ein Schüler oft während der Ausbildung schon wo er mal hin will. Zum Anderen wurde die Pflege seit Jahren ausgedünnt. Die Krankenhausträger bekamen schlichtweg von den Kostenträgern immer weniger Personal. Die Politik unterahm nüschte dagegen. Und jetzt schreit jeder und versucht dem Anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die einzig belastbare Option wäre eine Steigerung der Auszubildenden, flankiert von struktuerellen Leistungen, wie: günstigen Wohnraum, Verträge mit Kita`s, Stadtticket für den ÖNP, etc.
VG
dino

Offline dino

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Die Unterbesetzung in Deutschland ist allgegenwärtig, siehe hier https://www.volksfreund.de/region/trierer-mutterhaus-nimmt-keine-krebskranken-kinder-mehr-auf_aid-34444697  Echte "Pflegende" mögen mir verzeihen das ich als Beispiel Kinder nahm, in ihren Vorstellungen trifft es doch meist nur ältere Menschen. Statt vor sich hinzuwursteln und Statements zu formulieren wäre es sinnvoller, wenn sich Krankenhausträger, Kostenträger, Gewerkschaften und die Politik am runden Tisch träfen.
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