Autor Thema: Medienprojekte von Pflege-Azubis für Pflege-Azubis an der RWTH...  (Gelesen 188 mal)

Offline Thomas Beßen

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...werden durch das Audiovisuelle Medienzentrum der medizinischen Fakultät der RWTH in Aachen unterstützt. Unter https://emedia-medizin.rwth-aachen.de/ findet man eine Reihe gutgemachter, von Auszubildende für Auszubildende produzierten Medienprojekte/Lernhilfen. Einfach im Hauptmenü "Schulen" anklicken und danach "GKK"...

Folgende Themen werden behandelt:

- Legen transnasaler Magensonden
- Fixierungen und Deeskalation
- Postoperative Pflegemaßnahmen
- Subkutane Injektionen - So geht's richtig
- Blutzucker messen
- Vorbereitung einer intravenösen Infusion
- Thromboseprophylaxe mit MTPS
- Aseptischer Verbandswechsel


Leider sind nicht alle Projekte für Gäste zugänglich...

Virtuelle Grüße nach Aachen! 8-)
Thomas Beßen

« Letzte Änderung: 01. November 2018, 09:11:58 von Thomas Beßen »
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: Medienprojekte von Pflege-Azubis für Pflege-Azubis an der RWTH...
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2018, 17:05:58 »
Ja Thomas! Da hast Du mal wieder tolles reingestellt.
Es ist nicht mein Weg, dass Pflegeschüler an sich selbst eine Magensonde legen. Unbestritten ist der Film gut gemacht!
Ich würden nach einer theoretischen Einführung, den praktischen Teil mit dem Praxisanleiter auf die Station verlegen. Meine zentrale Frage ist: warum muss man in einen gesunden Menschen Schläuche einführen? Wo hörte das auf?? Wer übernimmt die rechtlichen Konsequenzen? Wer zahlt, wenn es zu Körperschäden kommt. Wir finden in der Praxis genügend Patienten die, nach einer guten Aufklärung durch die Mitarbeiter von Schule und Station, mitwirken wollen.
Grüße aus Essen, Michael
« Letzte Änderung: 01. November 2018, 09:48:45 von IKARUS »

Offline Thomas Beßen

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Re: Medienprojekte von Pflege-Azubis für Pflege-Azubis an der RWTH...
« Antwort #2 am: 31. Oktober 2018, 18:31:03 »
Zitat
Es ist nicht mein Weg, dass Pflegeschüler an sich selbst eine Magensonde legen. Unbestritten ist der Film gut gemacht!
Ich würden nach einer theoretischen Einführung, den praktischen Teil mit dem Praxisanleiter auf die Station verlegen. Meine zentrale Frage ist: warum muss man in einen gesunden Menschen Schläuche einführen? Wo hörte das auf?? Wer übernimmt die rechtlichen Konsequenzen? Wer zahlt, wenn es zu Körperschäden kommt. Wir finden in der Praxis genügend Patienten die, nach einer guten Aufklärung durch die Mitarbeiter von Schule und Station, mitwirken

Damit hast du vollkommen recht, Michael. Ich denke auch, dass dein oben skizzierte Weg, neben den fraglichen rechtlichen Aspekten, nicht nur der bessere Weg ist sondern auch der einzig richtige. Ergänzend sollten allen  Schülern und Schülerinnen die Gelegenheit gegeben werden, sich mal selbst, auf freiwilliger Basis, eine sterile Magensonde wirklich nur 1 - 2 cm in ein eigenes Nasenloch zu schieben, um vom Ansatz her zu erfahren, wie gräßlich meist das dabei auftretende Gefühl ist. Ganz schlimm wird es, wenn z.B. auf Station Zeit für eine behutsame und gleichzeitig zügige Vorgehensweise wäre, aber die Geduld der Agierenden nicht...

Schönen Feierabend & Grüße in den Pott! :-)
Thomas
« Letzte Änderung: 01. November 2018, 09:15:53 von Thomas Beßen »
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: Medienprojekte von Pflege-Azubis für Pflege-Azubis an der RWTH...
« Antwort #3 am: 01. November 2018, 09:15:27 »
Wenn die Schüler es wollen und auch verantworten, dann könnte ich das zulassen. Hier liegt für mich aber die Krux! Machen wollen Viele, aber verantworten nur Wenige. Ich denke, dass unsere heutigen Ausbildungen in den Pflegeberufen näher am Patienten/ an der Pflege ausgerichtet sind, als das zu meiner Lehrzeit (1973-1976) war. Da mussten wir Siebe lernen. Was ist das nun SIEB? Vor 40 Jahren war es noch seltener, dass Männer als Operationspfleger am Tisch standen. Die Weiterbildung zum Operationspfleger gab es auch noch nicht. Wenn es Männer [exclusiv den Operateuren] im OP gab, dann als "Lagerungspfleger". Patienten mussten ja auf dem Operationsstisch gelagert werden und ggf. Musste ein Patient einen großen Gips bekommen. Das Anlegen eines Beckengipses war eine hochanspruchsvolle Tätigkeit, die ein Operateur alleine nicht leisten konnte. Hierzu wurden klinikintern dann die "ersten" Männer im OP herangebildet. Dann gab es einen Mann der vorher Schneider war. Dieser konnte in kleinsten Ösen Fäden einfädeln, was dazu führte, dass er näher am Tisch Platz nehmen durfte. Heute sind ja Nadel und Faden miteinander eins! Der erste Operationspfleger in dieser Klink. Er eroberte eine Frauendomäne! Das führte nun dazu, dass auch die männlichen Schüler in dieser Klinik lernen mussten, wie man Siebe zusammenstellt. Mit Sieben ist gemeint, dass es Drahtkörbe gibt, in denen fast alle Instrumente für einen operativen Eingriff zusammengepackt wurden. Unser Fach lautete "INSTRUMENTENKUNDE"!

Was die Selbstversuche in der Ausbildung anging, haben wir lernen dürfen/müssen, wie man neben dem Ermitteln von RR, Puls, und ... das Anlegen von Gipsen. Den Kahnbeingips (äußerst anspruchsvoll! - meinen erster Versuch durfte ich fünfmal wiederholen, bis der Ausbilder zufrieden war), die Unterschenkel-U-Schiene (sie gelang mir beim zweitenmal!)
Das Legen einer Magensonde/eines Blasendauerkatheters haben wir auf der Station am informierten Patienten gelernt.
Ich bin nicht gegen Selbstversuche, wenn die Probanden die Verantwortung für ihr Tun übernehmen.
Das kann eine Schule/Klinik nicht tun! Das Geld sollte besser in der Klinik/Schule bleiben, damit die/unsere Schüler davon profitieren können.
Meine Frage nach dem Betrachten des Videos lautet: Wer übernimmt die Verantwortung, wenn die Schülerin nach einer Mikroverletzung eine Infektion bekommt. Ich will ja gar nicht unken, dass der Proband sich eine MRSA-'Infektion "einfängt".
Es kann nicht nur um "gut gemeint gehen!"
Beste Grüße aus Essen, Michael Günnewig
« Letzte Änderung: 01. November 2018, 09:37:09 von IKARUS »