Autor Thema: HILFE BEI PROBLEMFORMULIERUNG  (Gelesen 760 mal)

Offline claudiiacarv

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HILFE BEI PROBLEMFORMULIERUNG
« am: 24. Juli 2018, 16:12:12 »
Hallo,

ich brauche dringend Hilfe bei der Problemformulierung. Igrendwie habe ich das Gefühl ich bekomme einfach keine hin, die in der Prüfung Punkte gibt.
Könnt Ihr mit bitte helfen und ein paar Beispiele nennen? Bei bspw. dem Thema Apoplex und bei dem Thema Zervixkarzinom ?

Danke! :-o :oops:

Offline Thomas Beßen

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Re: HILFE BEI PROBLEMFORMULIERUNG
« Antwort #1 am: 24. Juli 2018, 18:11:21 »
Hallo claudiiacarv,

denken Sie mal bitte an Situationen in Ihrem Leben, wo der so genannte IST-Zustand nicht dem SOLL-Zustand entsprach*. Dann hatten Sie ein aufgrund einer einfachen oder auch einer komplexeren Analyse Ihrer Verhältnisse, Ihrer Situation ein Problem herausgefunden. Dieses Problem nun in prägnante Worte zu fassen wäre dann Ihr nächster Schritt gewesen wenn Sie z.B. jemanden von Ihrem Problem berichten wollten.

Analog kennen Sie das auch aus der Pflegeplanung (Pflegeprozess) bzw. aus der Pflegediagnostik. Hier habe ich Ihnen mal drei Fundstellen im Netz von Pflegediagnosenlisten aufgelistet, die Ihnen jede Menge Vorschläge von Problemformulierungen machen:

http://www.samby.de/PD/nanda.html
http://extras.springer.com/2003/978-3-211-00807-2/Kurzfassungen/Kurzfassung%20der%20Pflegediagnosen.doc
http://www.pflegesoft.de/forum/index.php/topic,103.0.html

Lassen Sie sich nicht von der Vielzahl der PD irritieren. Wenn man sich mal die Mühe macht, etwas genauer in die Praxis der Pflege zu schauen, so sieht man schon rasch, dass z.B. die Patienten, die in einem Krankenhaus liegen und pflegebedürftig sind, in der Regel sehr ähnliche Pflegediagnosen wie z.B. Selbstversorgungsdefizit Körperpflege, Mobilitätseinschränkung, Angst, Schmerzen (chronisch/akut), in der Chirurgie noch häufig ein Hautdefekt bzw. eine Infektionsgefahr und in der Inneren Medizin eher ein Bewegungsmangel, eine Schluckstörung, ein Flüssigkeitsdefizit und/oder häufig auch eine Obstipation usw. aufweisen. Auch in der Psychiatrie gibt’s häufig im Alltag ähnliche PD wie z.B. eine gestörte persönliche Identität, beeinträchtigte soziale Interaktion und akute bzw. chronische Verwirrtheit usw.

Nach den herausgefundenen Pflegeproblemen oder besser den Pflegediagnosen, sollten Sie deren bestimmenden Merkmale bzw. Symptome ("angezeigt durch") fixieren und deren beeinflussenden Faktoren (auch Ätiologie [Etiology engl.] genannt – "aufgrund von“ oder „beeinflusst durch") bestimmen. So haben Sie den Kern Ihrer Pflegeplanung und Ihrer daraus resultierenden Pflegepraxis erstellt...

(siehe auch http://www.pflegesoft.de/forum/index.php/topic,8506.0.html)

Dies in aller Kürze vielleicht als kleine Stütze und auch als ein wenig für Ihre Beruhigung. Immerhin haben Sie im Stress kurz vor der Prüfung es geschafft, einen "Hilferuf" abzusetzen. Das allein ist ein positives Zeichen... :-)
Ich wünsche Ihnen und all Ihren MitstreiterInnen eine erfolgreiche Prüfung! :-)

Sehr sommerliche Grüße! :-)
Thomas Beßen

* Sie möchten sich z.B. bei ca. 32 Grad Celsius Außentemperatur einen leckeren Yoghurt-Eisbecher mit Erdbeeren bestellen - und stellen fest, dass Sie Ihre Geldbörse nicht dabei haben... :wink:
« Letzte Änderung: 25. Juli 2018, 10:48:58 von Thomas Beßen »
Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.