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Ich war während meiner Lehrerausbildung auch dort (in Hadamar) und erinnere noch sehr gut meine damaligen Eindrücke.
Ich weiß nicht in welcher Richtung "Spade" gedacht hat, aber jeder der mit so einem Gedanke um die Ecke kommt "man möge Leiden doch beenden" soll einen Lichtschalter betätigen und sich fragen: "was habe ich da gemacht?"  Das hatte bei Schülern oft ein Nachdenken ausgelöst. Vieles lässt sich leichter sagen, als es getan werden kann.

VG, MG

2
Nicht jeder kennt sich vielleicht in der Geschichte der Euthanasie aus. Unsere Schüler besuchen regelhaft die Gedenkstätte Hadamar. Selbst mir wurde im Keller etwas Anders. Hier wurden die Leichen verbrannt. Den 1000 Toten staffierte man nach Art eines "Pfingstochsen" aus, menschenunwürdiger geht es kaum. Eine Führung durch die Gedenkstätte empfehle ich jedem, sie ist sehr aufschlussreich.
http://www.gedenkstaette-hadamar.de/webcom/show_article.php/_c-1167/_nr-1/_lkm-1411/i.html

VG
dino
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TB 9 Erste Hilfe/Notfallmanagement / Kampf dem Herztod
« Letzter Beitrag von dino am Gestern um 10:45:54 »
Dieses Konzept basiert auf einer Idee aus Israel https://www.skverlag.de/rettungsdienst/meldung/newsartikel/mobile-retter-als-qualifizierte-ersthelfer.html
Wenn man bedenkt wie viele Hirnzellen durch die früher eindetzende Reanimation erhalten bleiben.

Drückende Grüße
dino
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"In der Krebstherapie ist die immunonkologische Therapie keine Seltenheit mehr. Ihr Vorteil: Im Allgemeinen ist sie gut verträglich. Wie bei jeder Krebs-Therapie können jedoch auch hier Nebenwirkungen auftreten. Es ist wichtig, dass Pflegekräfte diese schnell erkennen. ..."

>>> https://www.pflegen-online.de/was-jede-pflegekraft-ueber-die-immunonkologische-therapie-wissen-sollte

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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Ich gebe hier dem Dino und seiner Einschätzung recht.
Für mich verehrter spade stellt sich noch die Frage, WER soll dann assistieren? WER den Patienten-/Betroffenenwillen erfüllen?
Es ist leicht zu sagen: "... dann soll der Patient/Bewohner/... doch gehen! "
Ich habe mich immer geärgert, wenn jemand sagte :lasst den Pat./Bewohner "gehen", und doch beim letzten Gang nicht helfen wollte.
Es ist leichter zu sagen als es zu tun. Und darum geht es!!  Denn Derjenige "der Hand anlegt" muss auch damit fertig werden. Das muss für ihn persönlich klar werden.  Es geht mir nicht um das Juristische!!  Der BGH soll da ja ein Urteil gesprochen haben und für mich bleibt die Frage übrig, wenn jemand "hilfreich" tätig war, wie entscheidet der Richter vor Ort? 
Jeder weiß, dass unser Leben endlich ist, aber kaum einer macht sich zeitig Gedanken über das näher kommende Lebensende.
Warum sollte ich nicht mit 35 bereits mein Testament schreiben?  Weil viele den "rechten Zeitpunkt" verpassen, kommen viele an den Punkt, dass sie zum Schluss nicht alles erledigt haben und nicht sterben wollen.

Wenn Sie formulieren: "... Pflegenotstand - vom Sterben abhalten ... somit wird Personal gebunden ... ist es richtig, dass man Sterbende nicht alleine lassen sollte. Was wollen Sie nun forcieren? Das worüber sich dann die Rentenkasse freuen könnte? WER soll beim GEHEN helfen???
Das ist eine gesellschaftliche Frage und keine für die Professionelle Pflege. Wir können beantworten, wie das WIE aussehen könnte.
Wir PFLEGENEDE haben die Ökonomisierung nicht gewollt!! 

Grüße aus Essen, Michael Günnewig
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Das Thema an sich ist alt. Gerade in unserem Bereich. Wir kennen es vor Allen von den früheren Bereitschaftsdiensten in OP, Anästhesiebereichen. Morgens um 07:00 anfangen, bis so 16:00 volles Normalprogramm, dann Bereitschaft. Gegen 0:30, kurz nach dem Einschlafen, kommt eine offene Femurfraktur. Dann in den OP. Gegen 5:00 flog jemand in einem APH aus dem Bett, Folge, eine klaffende Kopfplatzwunde. Ab 8:00 dann wieder Normalprogramm bis 16:30. Oft ging es mit Speeder zum Wachwerden los, und Alkohol/Benzos zum Runterkommen. Durch die Arbeitszeitgesetze wurden diese Mammutdienste zum Glück korrigiert. Dann schauen wir mal zum Bund zu Zeiten der Wehrpflicht. Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde es stinklangweilig, man sehnte sich heim, wollte zur Freundin. Und verkürzte sich die Zeit mit Alkohol. Oder Leistungsdruck auf der Arbeit. Man fühlt sich überfordert, bekommt schwere Einschlafprobleme. Der Griff zur Flasche ist leicht. Man kann auch seinen Hausarzt aufsuchen. Erstmal volles Wartezimmer. Dann schilderst Du komprimiert dein Problem. Dein Doc runzelt die Stirn, und gibt Dir ein Benzo. Darauf geht es Dir vordergründig besser. Das Päckchen ist irgendwann leer, Du gehst wieder zum Doc. Na, hat es geholfen? fragt er Dich. Du strahlst und sagst ja. Ab dem 3. Rezept kommst Du zur Arzthelferin an der Rezeption, sie gibt Dir das Rezept, und Du bist happy. Willkommen im Suchtkreislauf. Was viele in unserer Berufsgruppe vergessen oder nicht wahrhaben wollen, wir brauchen ein stabiles und strapazierfähiges Nervenkostüm. Team, die miteinander reden. Supervisionen, wo Ängste angesprochen werden. Und sollte das Kind im Brunnen gefallen sein, ist es wichtig, im Vorfeld Vereinbarung zwischen Betriebsstättenleitung und Betriebsrat zurückgreifen zu können. Hier wird meist ein gestuftet Vorgehen vorgegeben wo auch der Betroffene geschützt wird.

VG
dino
8
Ich bin erschrocken als ich diese Meldung las. Teilweise liest es sich wie ein Spot der AfD.
Es war von Anfang an klar das es punkto Patientenverfügung keinen Königsweg geben kann. Im Vorfeld einer Patientenverfügung benötigt man die entsprechende Zeit und Einfühlungsvermögen. Hier müssen auch Wörter wie: Lebenserhaltend/Lebensverlängernd geklärt und ausformuliert werden. Auch wenn dies optimal geschieht, wird es noch Situationen geben wo man intervenieren muss! Als Beispiel führe ich die Bolusaspiration an. Ich darf niemanden elendig ersticken lassen. Eine ggf folgende Reanimation würde sich für mich als zugehörig zum Heimlich Manöver erweisen.

Ein Problem, das den Pflegenotstand mit verursacht ist, dass Menschen über den Punkt hinaus vom Sterben abgehalten werden, an dem Nahestehende und Pflegekräfte zum Urteil kommen, das sei kein menschenwürdiges und humanes Leben mit Aussicht auf befriedigende Besserung mehr. Wer dann weiterpflegen muss, kann schon verzweifeln und letztendlich den Beruf aufgeben. Zudem werden hier Pflegekräfte gebunden, die uns woanders fehlen

Unsere Aufgabe ist es Leiden zu Lindern, nicht die Tötung unserer Meinung nach nicht lebensfähiger Menschen zu fordern. Denn darauf würde es letztendlich hinauslaufen. So ähnlich waren die Formulierungen in den 30er Jahren im Vorfeld der Krankenmorde im Rahmen der T3/T4 Mordprogramme,
https://www.swr.de/swr2/stolpersteine/themen/euthanasie/-/id=12117604/did=12304936/nid=12117604/v6kpa0/index.html
Damals entschieden "Eliten" über Tod und Leben. Wer sollte dies heute?

Nicht die Verfügungen sind schlecht, sie beinhalten nur das was vereinbart wurde. Da liegt das Übel. Und wenn eine gute Verfügung vorliegt muss diese auch ALLEN an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen bekannt sein. Sonst ist sie wertlos!

Fragende Grüße
dino
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Wir haben am 1. September den 10. Jahrestag der Einführung des Gesetzes zur Patientenverfügung, da ist es Zeit Resüme zu ziehen.

Aufgrund verschiedener Meldungen und Berichte kann man zur Schlußfolgerung kommen, dass die Patientenverfügung gescheitet ist. Das lässt sich aber so allgemein nicht bestätigen, weil es DIE Patientenverfügung nicht gibt. Allerdings kann man das für die Patientenverfügungen, die nicht über die Vorgaben des BMJV von 2004 hinausgehen durchaus sagen.

Ein Problem, das den Pflegenotstand mit verursacht ist, dass Menschen über den Punkt hinaus vom Sterben abgehalten werden, an dem Nahestehende und Pflegekräfte zum Urteil kommen, das sei kein menschenwürdiges und humanes Leben mit Aussicht auf befriedigende Besserung mehr. Wer dann weiterpflegen muss, kann schon verzweifeln und letztendlich den Beruf aufgeben. Zudem werden hier Pflegekräfte gebunden, die uns woanders fehlen. Auf der anderen Seite sind das oft die profitabelsten Pflegegrade mit ökonomisch einträglichen Therapien.

Wenn Patientenverfügungen so schlecht sind, dass sie Sterbeverhinderung legitimieren, dann ist da etwas gescheitert.

Wie seht Ihr das?
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Veranstaltungen wie Fachtagungen usw. / Re: Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht
« Letzter Beitrag von spade am 15. Juli 2019, 10:36:35 »
Ein Link auf besagten Reader wäre hier sehr hilfreich gewesen!
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