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Weiterentwicklung der Pflege(ausbildung) / Re: Pflegelehre
« Letzter Beitrag von dino am Heute um 14:08:05 »
Seelische Herausforderung ist sehr gut umschrieben. Aber wir sollten das Kind beim Namen nennen, was denn diese Herausforderungen sein könnten. Da wir Feiertag haben beginnen wir doch gleich mit Feiertagen. Familie Müller will einen Brückentag nutzen und einen Abstecher nach Wien machen. Einfach, wenn da nicht die pflegebedürftige Oma wäre. Na ja, der Hausarzt ist ein bißchen kooperativ und schon kommt die Oma in die Klinik. Entweder der Blutdruck stimmt nicht, oder sie nickt beim Fernsehen ein (Millionen Deutsche leiden z. B. unter TV TIA) oder sie ist ebbes tüttelig und darf ne Woche auf Geronto. Bei älteren Jahrgängen kann schon ein Ortswechsel ein Delirium auslösen. Oder die "Fachkräfte" in einem APH haben das Grundgesetz der Dekubitusprophylaxe vergessen und selbiger ist entstanden. Er sieht zwar nicht unbedingt lecker aus aber ich empfehle jedem zum VW 1 Tr. JHP in den MNS. Auf dem Land kann eine Bäuerin kommen die ein Stier auf die Hörner nahm, in der Stadt kann man die Hörner durch ein Messer eines Mitbürgers ersetzen. Ein Kaffeesatzartiges Erbrechen vor dem Frühstück steigert auch nicht unbedingt die Lust auf selbiges. Den netten Opa von gestern Abend, für den man sich Zeit stahl und dem es guttat aus seinem Leben zu erzählen, findet man am nächsten Morgen abgedeckt im Einzelzimmer. Der siebzehnjärige, der zwar etwas blass wirkte, aber sonst ganz ok, hat die Nacht dank seiner Myokarditis nicht überlebt. Und der nette, etwas vollgedröhnte Bürger, den Polizei und Rettungsdienst brachten, dachte sich das sein Speichel eine Bereicherung für Dein Gesicht sei. Das Alles ist ein Bißchen viel für einen Fünfzehnjährigen. Auch Volljährige kann sowas plätten. Ich bin deshalb auch gegen eine Senkung des Alters auf Fünfzehn. Aber, und dies betone ich, unser Job ist kein Tummelplatz für Altruisten. Wir brauchen Profis, die bei aller Empathie nicht die profesionelle Distanz zum Geschehen verlieren. Bei fehlender professioneller Distanz ist unsre Arbeit förderlich für seelische Erkrankungen.

VG
dino
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Weiterentwicklung der Pflege(ausbildung) / Pflegelehre
« Letzter Beitrag von IKARUS am Gestern um 17:51:39 »
Ist PFLEGE ein gewöhnlicher Lehrberuf? Kann jeder PflegerIN werden?
Gibt es gute Gründe dafür, dass man zum Eintritt in den Pflegeberuf ein Mindestalter benötigt, das über dem "Üblichen" liegt.
Um eine Lehre zu beginnen, üblicherweise nach dem Besuch der Gesamtschule mit ca. 15 Lebensjahren, für eine handwerkliche Lehre ist das seid Jahrzehnten und mehr üblich. Ich kenne es für die Ausbildung in den Pflegeberufen so, dass der Einstieg an das 17. bzw. 18. Lebensjahr gebunden ist, weil man annimmt, dass unsere SchülerINNEN auch den seelischen Herausforderungen gewachsen sein müssen. Denn das unterscheidet den Pflegeberuf von einem klassischen Handwerksberuf. Ich denke wohl auch, dass Lehrlinge im Handwerk sich seelischen Herausforderungen stellen müssen. Die liegen aber auf einer anderen Grundlage.
Nun ist es so, dass eine Politikerin aus unserem südlichen Nachbarland es einführen möchte, das auch 15 jährige jungen Menschen in die Pflegeausbildung sollen können.

https://www.wienerzeitung.at/_em_cms/globals/print.php?em_no_split=1&em_ssc=LCwsLA%3D%3D&em_cnt=2061923&em_loc=67&em_ref=%2Fnachrichten%2Fpolitik%2Foesterreich%2F&em_ivw=RedCont%2FPolitik%2FPolitikInland&em_absatz_bold=0

Zum Nachlesen, habe ich ein PDF-Dokuemnt beigefügt.
Ich bin gegen ein solches Projekt hierzulande.
Was denke hierzu unsere User?
Wünsche allen Lesern noch erholsame Pfingsttage, Michael Günnewig
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"Sorgearbeit, ob im Privaten oder im Beruf ist nach wie vor wenig anerkannt, schlecht bezahlt und wird vor allem von Frauen erbracht. Das Equal-Care-Manifest macht sich für eine faire Verteilung von Care-Arbeit und gute Rahmenbedingungen stark. Auch der DPR hat das Manifest unterzeichnet. ..."

>>> https://www.springerpflege.de/equal-care-day/equal-care-manifest/18018908

Guten Morgen!
Thomas Beßen

* www.deutscher-pflegerat.de - nicht www.pflegerat.de... 8-)
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Wo schrieb ich das ich mich auf die Pandemiezeit beschränke? Nein, wir bekommen schon so genug abgezogen. Ich halte Deine Auffassung für neoliberal. Ich bin nun nicht die Reinkarnation von Karl Marx aber für mich ist Schluss mit Abzüge.

VG
dino
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"Eine Fehlentscheidung ist die Zulassung der Fusion von Asklepios und Rhön ohne Auflagen aus Sicht der Gewerkschaft ver.di, so Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm. „Wir hatten uns erhofft, dass zumindest in Mittelhessen die weitere Konzentration in der Gesundheitsversorgung verhindert wird“, ergänzt Gewerkschaftssekretärin Saskia Teepe. Mit dem Universitätsklinikum Gießen Marburg UKGM und der Klinik in Lich sei Asklepios nun der beherrschende Krankenhauskonzern in Mittelhessen. „Wir befürchten Nachteile für Patient*innen und Beschäftigte.“ Beispielsweise stehe zu befürchten, dass das Leistungsspektrum in Lich nicht vollumfänglich bestehenbleibt.
Jetzt sei die Politik gefordert: „Vom Kreis Gießen erwarten wir ein deutliches Eintreten für den unveränderten Fortbestand der Klinik in Lich, eine vollumfängliche Beschäftigungssicherung sowie den Abschluss eines Tarifvertrags mit der Gewerkschaft.“
„Wir sehen eine besondere Verantwortung der Kommunal- wie Landespolitik. Gesundheitsversorgung ist eine wesentliche Gemeinwohlaufgabe“, so Dzewas-Rehm. „Insbesondere in der Corona-Krise wurde die Bedeutung der Beschäftigten im Gesundheitswesen deutlich. Jetzt brauchen auch sie Schutz, Unterstützung und vor allem gute und verlässliche Arbeitsbedingungen.“
Für Gespräche mit der Politik steht die Gewerkschaft ver.di jederzeit zur Verfügung. „An Asklepios erneuern wir unsere Aufforderung zu Tarifverhandlungen für die Klinik Lich.“"


PM der Gewerkschaft ver.di vom 27.05.2020

Freundliche Grüße!
Thomas Beßen
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Du solltes nicht für die LUFTHANSA vorsorgen Dino. Das sollte sie selber machen, wenn sie was will. Aber ich meine das nicht für diese Ausnahmezeit. Das geht für mich über das übliche "Restrisiko" hinaus. So meinte ich es nicht. Meine Gedanken gehen dahin, dass Menschen nicht vorsorgen, aber im Bedarfsfall  soll alles da sein. Du kennst das doch sicherlich auch, dass so mancher Papa erst am Samstagabend )nach der Sportschau) in die Klinik kommt, und dann  noch sich beschwert, dass so wenig Personal da ist.
VG,MG
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In Deiner Antwort schingt ein für mich nicht nachvollziehbares Detail mit, nämlich das Detail selber vorsorgen. Durch die Medien wissen wir das die Deutsche Lufthansa ein paar unwesentliche finanzielle Hilfen benötigt. Soll ich diese nun auch ptivat finanziell unterstützen bevor ich fliege? Oder die Deutsche Bank. Gibt es da vielleicht einen Spendenfonds? Nein, wir bezahlen genug Steuern. Umverteilen wäre das Zauberwort, odeer sollte ich Triage sagen. T4 wären dann für mich Länder wie Syrien, Lybien,Palästina. Bürgerkrieg, keine Demokratie in Sicht, unsre Euros versickern oder die mit unserem Geld aufgebaute Schule wird mit Bomben (sinnigerweise vielleicht auch: made in Germany) in die Luft gejagt. Aber hat die Gesellschaft überhaupt die Kompetenzen dies zu Regeln? Nein, die hat die Politik. Gibt es einen Volksentscheid über die Verteilung der Finanzen? Nein. Was passiert wenn man an gewisse Gelder will? Man kommt in die rechte Ecke? Nein, auch damit muss Schluss sein. Wir dürfen uns nicht länger als Melkuh benutzen lassen.

VG
dino
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Ja Dino da hast DU Recht!!! Pflege! Sorry!!! Gesundheits- und Krankenpflege ist nu rein Teil der Gesellschaft. Dennoch frage ich mich: " Was ist der Gesellschaft die Gesundheits- und Krankenpflege/Altenpflege wert?" Sie die Gesellschaft bestimmt den Wert der Pflege,  nicht wir. Wir bieten eine Leistung an. Mehr nicht! Wer mehr will, muss auch mehr vorsorgen.
VG,MG
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Na ja, da sind mal wieder die "Pflege typischen" statements. Aber mal zurück zur Realität. Wer rennt denn seit Jahren rum und tönt von "Pflegenden"? Wer klammert sich denn lieber an Phylosophien als an "neuen" Tätigkeiten? Wer erzeugt den den Eindruck in der Pflege würden nur masochistische Altruisten arbeiten? Stimmt Ikarus, wir haben es selbst in der Hand. Geben wir denen, die uns in die Kammersklaverei führen wollen einen Tritt in den Selbigen. Lassen wir uns nicht mehr von irgendwelchen Verbandsfürsten als Pflegende betitulieren. Schauen wir uns um und schauen, wir werden feststellen das wir in der Gesellschaft sehr wohl Anerkennung erfahren. Ich muss aber auch feststellen, das es Leute in der Pflege gibt die das "Pflege, Pflege über Alles " Syndrom haben. Pflege ist, neben Anderen, nur ein Mosaikstein in unserer Gesellschaft.

VG
dino
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"SAP und Telekom haben von der Bundesregierung den Auftrag bekommen, die deutsche Corona-App zu entwickeln. Sie soll informieren, wenn man Kontakt zu einem Infizierten hatte. ..."

Ein Audio-Beitrag dazu hört man unter https://www.swr.de/swr2/wissen/so-funktioniert-die-corona-tracking-app-100.html

Flüchtige Grüße!
Thomas Beßen

p.s: unter https://www.quarano.de findet man eine andere Quarantäne-App. Hier wird sie erklärt: https://www.quarano.de/assets/video/quarano.mp4

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