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Hm, kurz überlegen,

Dämpfung der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen
wir gehen dann mit Husten, Schnupfen Heiserkeit zum Dorfschamanen? Oder gibt es einen Seher der aus den Eingeweiden von Fischen liest? Eigentlich sollte man froh sein wenn ein Arzt aufgesucht wird, sonst könnte es teuer und unangenehm werden

Reduzierung der Teilzeitquote und der Frühverrentungen
Gerade in unserem Job sind Teilzeitangebote von den (primär) Kolleginnen gewünscht. Ein Leben lang Schichtdienst kann seine Spuren hinterlassen, egal welchen Job man verrichtet. Wenn man dann noch schwer heben muss. Dann ist eben Frührente angesagt.

Verstärken der Attraktivität der Pflegeberufe
Man streicht die obigen Punkte, führt Brosche, Tracht und Hütchen wieder ein und Ihr werdet sehen wie groß der run auf unseren Job ist. Vollkommen irreal.

der Überhang von Krankenhausbetten muss zügig und koordiniert vom Netz, ein grundlegendes Umdenken und veränderte Anreize, aber auch neue Rollen und Aufgabenzuschnitte mit stärkerer Autonomie der Gesundheitsberufe sind nötig. Manches kleine Krankenhaus könnte in ein regionales Gesundheitszentrum umgewandelt werden

Das ist Quatsch. Ländliche Krankenhäuser gewährleisten die wohnortnahe Grundversorgung. Bettenüberhang? Nein, falsche Verteilung von Betten bei gleichzeitig fehlender Rückfallebene einzelner Fachbereiche. Beispiel: Man kann, bei einer Grippeepidemie, problemlos die Hälfte von HNO, Bauchchirurgie, Urologie etc Stationen schließen um adäquat Grippekranke Menschen zu versorgen. Ein ACS benötigt dagegen zeitnah eine Intensiv mit vorgeschalteten Katheterlabor. Und hier fehlen Betten. Und sollte uns ein Anschlag, ein Schlagwetterunglück in einer Grube (ok, Gruben sterben aus) oder einfach ein Großbrand mit 20 Brabndverletzten passieren schaut es Mau aus. Bei einem Wohnungsbrand in Bayern wurden Pat. bis Hamburg verlegt.
VG
dino
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"Künstliche Beatmung ist häufig das letzte Mittel, um ein Leben zu retten. Leider geht sie oft mit akuten oder chronischen Lungenschädigungen einher – besonders, wenn das Beatmungsgerät gegen den Patienten arbeitet. Forscher der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie PAMB entwickeln derzeit ein schonenderes Verfahren. Es ist auf der Sensor+Test zu sehen. ..."

>>> https://idw-online.de/de/news?print=1&id=715844 bzw. https://www.ipa.fraunhofer.de/content/dam/ipa/de/documents/Presse/Presseinformationen/2019/Mai/PM_Sensor+Test_web_offen.pdf

Sonnige Grüße!
Thomas Beßen
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"„Die Ergebnisse des gestern veröffentlichten Krankenhaus Rating Reports 2019 zeigen die Folgen von 20 Jahren verfehlter Krankenhauspolitik“, lautet die Einschätzung des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK).

Schlechte wirtschaftliche Lage, Pflegepersonalmangel, nicht am Bedarf der Bevölkerung orientierte Strukturen, ökonomisch basierte Über-, Unter- und Fehlversorgung, teure Fehlanreize, ethisch fragwürdige Strategien, mangelnde Patientenorientierung und -sicherheit, ausgebrannte und resignierende Pflegefachpersonen usw. – die Liste der gravierenden Probleme in den Kliniken ist lang und seit Jahren bekannt.

„Statt immer nur halbherzig Symptome zu bearbeiten, sollte die Politik in Bund, Ländern und Kommunen endlich den grundsätzlichen Systemwechsel einleiten, bevor die Krankenversorgung vollständig kollabiert“, erklärt DBfK-Präsidentin Prof. Christel Bienstein. „Die Strukturen im Gesundheitssystem müssen konsequent an den Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet werden – sektorenübergreifend, nachhaltig, outcome-orientiert und gut zugänglich. Das erfordert drastische Einschnitte – der Überhang von Krankenhausbetten muss zügig und koordiniert vom Netz, ein grundlegendes Umdenken und veränderte Anreize, aber auch neue Rollen und Aufgabenzuschnitte mit stärkerer Autonomie der Gesundheitsberufe sind nötig. Manches kleine Krankenhaus könnte in ein regionales Gesundheitszentrum umgewandelt werden. Das sind Forderungen, die der DBfK schon seit Jahren stellt und denen sich jetzt auch die Experten des RWI anschließen.“

Zu den Empfehlungen der Wissenschaftler im Krankenhaus Rating Report 2019 gehören u.a.:

Dämpfung der Nachfrage nach Gesundheitsleistungen
Reduzierung der Teilzeitquote und der Frühverrentungen
Verstärken der Attraktivität der Pflegeberufe
Erweiterte Kompetenzen und mehr Verantwortung für die Pflegeprofession
Sektorenübergreifende Versorgung
Förderung von Innovation
Investitionen in nachhaltige Krankenhausstrukturen"


>>> https://www.dbfk.de/de/presse/meldungen/2019/systemwechsel-gesundheitswesen.php - PM

Frühe Grüße!
Thomas Beßen
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"Endspurt zum Pflege-Examen! I care PflegeExamen KOMPAKT bietet dir komprimiert die wesentlichen Inhalte, die du für dein Pflege-Examen wissen musst. Dieser „Rote Faden“ führt dich durch das Dickicht des Prüfungswissens. So sparst du Kraft und Zeit beim Lernen! ..."

>>> https://www.thieme.de/shop/Pruefungsliteratur/I-care---PflegeExamen-KOMPAKT-9783132408876/p/000000000296130101

Guten Morgen!
Thomas beßen

p.s.: nur dass es nicht Pflege-Examen heißt, sondern Prüfung… 8-)
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10 Atmung / Atemtraining: Ein Hauch von Leben
« Letzter Beitrag von Thomas Beßen am 23. Mai 2019, 07:17:53 »
"Atemtraining kann jeder Mensch jeden Tag durchführen. Wissenschaftler bestätigten außerdem in mehreren Studien die Wirksamkeit bei Ängsten, Depressionen und sozialer Isolation.

Englische Schüler werden demnächst in Atem- und Entspannungstechniken unterrichtet. Es könnte für ihr Leben ähnlich wichtig sein wie die anderen Schulfächer. Denn der Atem spielt gerade für die psychische Stabilität eine zentrale Rolle.

„Einatmen, Weich-Werden, Im Atem zurückschwingen, Ruhe.“ Kein Satz des Pythagoras, kein „Survival of the Fittest“ von Darwin – an 370 englischen Schulen wird man künftig ganz andere Sätze und Formeln hören. Denn die britische Regierung will dort im Rahmen einer Studie ein Entspannungs- und Atemtraining durchführen lassen. Mit dem Ziel, bei den Kindern und Jugendlichen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie sie achtsam mit sich und ihrer Psyche umgehen können. Denn, so die Begründung von Bildungsminister Damian Hinds, „die moderne Welt übt einen neuen Druck auf unsere Kinder aus“. Und für dessen Bewältigung müsse man auch unkonventionelle Maßnahmen ausloten. ..."

>>> https://rp-online.de/leben/gesundheit/ein-hauch-von-leben_aid-38919891?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=stimmedeswestens

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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Ja, darum wird es wohl gehen, dass da einige Geldverdienen wollen.
Mir sind Menschen wichtiger als Technik, aber ohne Technik  geht es auch nicht. Es kommt darauf an, wie sich die Waagschalen austarieren.

Grüße aus Essen, Michael Günnewig
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Das hatte ich schon in meinem Text unter Veränderung subsumiert. Was jedoch öfter vorkommt sind akute Änderungen im Med. Regime. Kommt dann ein Greifroboter zum Tragen? :-D Was komödial klingt, spiegelt die Realität wieder. Natürlich würde jede Station weiterhin Med. benötigen, denn jedes Technikwunderwuzzi streikt auch mal. Solch ein System in der Fläche anzuschaffen kostet Millionen, da verdient man sich nicht nur dumm dran, sondern dumm und dämlich.
VG
dino
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Richtig Dino!
Ein Hoch auf die Ökonomisierung. Freie Fahrt für die IT! Bleibt zu hoffen, dass DEBATIN dann im Falle des Falles gut von Robotern versorgt wird, wenn das Fachpflegepersonal bei anderen Patienten gebunden ist. Immer wieder dieser Ökonomisierungsgedanke!

Mir kommt da noch der Gedanke, was IT nicht leisten kann: was ist, wenn ein Betroffener das Medikament nicht verträgt, weil akut sich eine besondere Situation einstellt? Was mir bei so einem Gedanke mal eine PDL ins Ohr geflüstert hat, möchte ich hier nicht posten. Hauptsache die Zahlen stimmen! Wirtschaftlichkeit.
Beste Grüße, Michael Günnewig
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Dem möchte ich aus der Praxis entgegenstellen:

Als Beispiel verweist Debatin auf die mit Robotern gestützte Versorgung mit Medikamenten. Mit dem ‚unit-dose‘ Verfahren würden die Medikamente für jeden Patienten individuell zusammengestellt. Die Maschine mache im Gegensatz zu Menschen keine Fehler. Gleichzeitig entlaste sie die Pflege, indem die händische Tablettenzuteilung, eine monotone und zeitaufwändige Tätigkeit, wegfalle.
Gerade beim Med. stellen verinnerlicht das PP nochmals welche Medis angeordnet sind. Wer, wenn nicht das PP, bemerkt bei einem Pat. als erstes eine Veränderung? Wirkt das Med?, Über- oder Unterdosiert?
Weiter, wir kommen nun zum Stellen der Med. durch den Pat. Wer führt das Training durch?, wer beantwortet die Fragen des Pat?. Dies kann kein Programm leisten.

Seine Sorge sei aber, „dass wir uns auf ein Input-Kriterium fokussieren, was leicht zu messen ist, das aber dem eigentlichem Outcome nicht gerecht wird.“ Man könne auch mit 15 Pflegekräften auf zehn Betten schlechte Pflege organisieren. Andererseits sei es möglich, mit einem Drittel der Mitarbeiter eine gute Pflege zu organisieren. Die entscheidende Frage dabei sei, wie die Prozesse strukturiert seien, welche IT-Unterstützung es gebe und wie die Tätigkeiten aufgeteilt seien. „Letztlich ist nicht die Menge von Fachpersonal entscheidend für die Qualität von Pflege und Therapien, sondern es sind effiziente Prozesse und der konsequente Einsatz von IT“, sagt Debatin.
Man kann auch Managementprozesse schlecht steuern. Man darf aber bei aller Funktinaltät, Effizienzsteigerung etc nicht vergessen, dass das PP Menschen sind. Wenn man den Schlüssel zu gernig hält ist Einspringen vorprogrammiert. Ohne Rückfallebene kmmen wir wieder zur heutigen Situation.

VG
dino
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Pflege international / Pflegekräfte streiken in Griechenland
« Letzter Beitrag von Thomas Beßen am 22. Mai 2019, 06:31:55 »
"Aus Protest gegen Lohnkürzungen und wegen eines akuten Personalmangels sind am Donnerstag in Griechenland Pflegekräfte der staatlichen Krankenhäuser in den Streik getreten.

Nur Menschen mit Notfällen könnten behandelt werden, sagte ein Sprecher des Verbandes des Krankenhauspersonals im griechischen Fernsehen.

Hunderte Krankenschwestern und Krankenpfleger demonstrierten im Zentrum Athens und in anderen Städten des Landes. ..."


>>> https://www.springerpflege.de/politik/pflegekraefte-streiken-in-griechenland/16735520

Siehe auch https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/103136/Krankenhauspersonal-streikt-in-Griechenland

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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