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Arzneimittellehre / Arztrezept auf dem Handy bis 2020
« Letzter Beitrag von Thomas Beßen am Gestern um 06:34:55 »
"Ärzte sollen ihren Patienten nach einer Video-Sprechstunde künftig auch Rezepte auf elektronischem Wege ausstellen können. Dies kündigte Gesundheitsminister Spahn in einem Zeitungsinterview an. Ärzte dürfen schon per Videosprechstunde Patienten beraten - bald sollen sie auch Arzneimittelrezepte digital ausfertigen können. Das sieht nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" eine geplante Gesetzesänderung vor, die spätestens 2020 greifen soll. ..."

>>> https://www.tagesschau.de/inland/digitales-rezept-103.html

Siehe auch
https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/medikamente-per-handy-jens-spahn-plant-digitales-rezepts-einzufuehren/23628524.html?ticket=ST-1292262-RMtTRENlc4CDfawu9qkH-ap2
https://www.deutschlandfunk.de/gesundheitspolitik-minister-spahn-plant-digitale-rezepte.1939.de.html?drn:news_id=945328
https://www.waz.de/politik/direkt-aufs-handy-spahn-will-digitales-rezept-einfuehren-id215783931.html

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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TB 9 Erste Hilfe/Notfallmanagement / Eigenschutz an erster Stelle
« Letzter Beitrag von dino am Gestern um 03:45:07 »
Jede Rettungsaktion birgt Risiken. Der Gesetzgeber sagt klar, dass Ersthelfer nur zumutbare Erste Hilfe leisten müssen. Dazu zählt auch das Absetzen des Notrufs. Leider kommen auch immer wieder Ersthelfer zu Schaden. Sie sehen Menschen in Not, wollen helfen und verlieren dabei schlimmstenfalls ihr eigenes Leben.
https://www.ffh.de/nachrichten/top-meldungen/detail/toController/Topic/toAction/show/toId/173793/toTopic/s-bahn-unfall-17jaehriger-wollte-nur-helfen.html
Ich weiß, dass es sehr schwer ist sich in Notsituationen zurück zu halten. Da spreche ich aus Erfahrung, denn ich hatte Glück. Ich wohnte damals noch in Usingen. Nach dem Nachtdienst fuhr ich sehr sinnig (man konnte kaum was sehen, es war total neblig) die B456 in Richtung Wehrheim. Kurz vor dem Ortseingang hörte ich einen Schlag und sah etwas großes unförmiges durch die Luft fliegen. Um ein weitere Gefährdung zu vermeiden fuhr ich bis zum Ortseingang, stellte dort mein Fahrzeug ab, nahm meinen Notfallkoffer und rannte zurück. An der Unfallstelle lag ein Bullibus unten im Graben, ein BMW stand mit eingebeulten Dach auf den Rädern. In einem VW Bus finden mehr Leute Platz, deshalb bin ich erst zu dem Bullibus. Ein mehrtöniges stöhnen empfing mich. Erstmassnahme Zündung ausstellen. dann einen kurzen Überblick. Es waren 5 Männer in dem Fahrzeug. Keiner bewusstlos. Schnelles Abchecken der Verletzten, auf den ersten Blick nichts Lebensbedrohliches. Eine Frau erschien dann am Bus und sagte mir, dass in dem BMW ein Toter sei. Mein erster Gedanke war: wahrscheinlich ein Bewußtloser mit blutigen Gesicht. Ich also raus aus dem Bus, vorher sagte ich noch, dass ich wieder kommen würde und Hilfe unterwegs sei. Zu der Frau sagte ich, dass sie die 112 anrufen solle und Feuerwehr, 3 RTW und das NEF anfordern solle. Oben an der Straße zum BMW. Ich kam von der Fahrerseite. Der B-Holm war massiv eingeknickt. Der Fahrer mit dem Schädel zwischen Dach und B-Holm eingeklemmt. Während ich realisierte das hier jede Hilfe zu spät ist sprang ich instinktiv zur Seite. Gesehen hatte ich die Gefahr nicht. Ich konnte auch nachher mich noch nicht einmal an ein Geräusch erinnern. Jedenfalls fuhr ein PKW mit erhöhter Geschwindigkeit in das verunfallte Fahrzeug, genau an der Stelle wo ich Sekunden vorher stand. Ich stand wieder auf und versorgte nun die Verletzten bis zum Eintreffen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Ein Kumpel von mir war auf unserem RTW. Ich drückte seinem Beifahrer meinen Autoschlüssel in die Hand und begleitete einen Verletzten im RTW in die Klinik. Von Müdigkeit keine Spur, ich stand bis zum Kinn unter Adrenalin. Nach der Übergabe in der Klinik erstmal mit rüber zur Wache. Dann sprachen wir bei einem ausgedehnten Frühstück über den Notfall. Der Fahrer, der zum Schluss in den BMW fuhr, hatte bei dem Nebel nicht die Absicherung bemerkt. Diese war zu nah an dem Unfall aufgebaut. Und wer sieht schon im Nebel ein Warndreieck? Der Fahrer  fuhr schnell, da er zur Arbeit wollte. Ich hatte einfach nur Glück. Aber auf Glück darf man sich nicht verlassen. Mein Fehler war, dass ich mich sofort an eine Erkundung und die Rettung machte, es wäre sinnvoller gewesen, mich um die Absicherung zu kümmern. Es hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte keinem mehr auf den Geist gehen können. Deshalb Leute, denkt immer zuerst an den EIGENSCHUTZ. Ihr habt, im Gegensatz zu PC-Spielen, nur ein Leben.
VG
dino
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Die Unterbesetzung in Deutschland ist allgegenwärtig, siehe hier https://www.volksfreund.de/region/trierer-mutterhaus-nimmt-keine-krebskranken-kinder-mehr-auf_aid-34444697  Echte "Pflegende" mögen mir verzeihen das ich als Beispiel Kinder nahm, in ihren Vorstellungen trifft es doch meist nur ältere Menschen. Statt vor sich hinzuwursteln und Statements zu formulieren wäre es sinnvoller, wenn sich Krankenhausträger, Kostenträger, Gewerkschaften und die Politik am runden Tisch träfen.
VG
dino
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Wenn ich dem statement der Dortmunder Kliniken glaube liegt es an dem nicht vorhandenem Personal, gerade für die I. Hieran ist allerdings der DBVK nicht sooo gaaaanz unschuldig. Statt einen I-Einsatz für die Schüler zu fordern kam da lange nüschte daher. Wie wir alle wissen entscheidet sich ein Schüler oft während der Ausbildung schon wo er mal hin will. Zum Anderen wurde die Pflege seit Jahren ausgedünnt. Die Krankenhausträger bekamen schlichtweg von den Kostenträgern immer weniger Personal. Die Politik unterahm nüschte dagegen. Und jetzt schreit jeder und versucht dem Anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die einzig belastbare Option wäre eine Steigerung der Auszubildenden, flankiert von struktuerellen Leistungen, wie: günstigen Wohnraum, Verträge mit Kita`s, Stadtticket für den ÖNP, etc.
VG
dino
6
 :-D :-D :-D :-D :-D
VG
bis übermorgen
dino
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@ dino: da hab' ich tatsächlich eine Bildungslücke was euren Keller angeht... :wink:
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"Die demografische Entwicklung führt im Gesundheitswesen zu einem Fachkräftemangel, vor allem in der Pflege. Die Wirtschaftsweisen plädieren für eine gezielte Einwanderungspolitik. Die Zahl der Menschen über 65 wird von derzeit 18 Millionen bis 2030 um jährlich 300.000 auf 23,5 Millionen steigen und neben einem Ausgabenanstieg der Krankenversicherung auch einen erheblichen zusätzlichen Personalbedarf im Gesundheitswesen auslösen. ..."

>>> https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/975846/wirtschaftsweise-pflegekraefte-ausland-noetig.html

Guten Morgen!
Thomas Beßen
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Erste Hilfe in Katastrophensituationen / Über den Teller schaun.....
« Letzter Beitrag von dino am 13. November 2018, 22:58:22 »
..... ist immer gut. Sehen wir uns mal die Waldbrände in Kalifornien an. https://www.youtube.com/watch?v=eORbmC_p13U Warum? Ist doch nur Wald, Sache der Feuerwehr, oder? Im Grunde schon, aaaber: Bei den Bränden in Kalifornien können wir getrost von einer Katastrophe sprechen. Zweifelsohne gibt es dort auch viele entsprechende Verletzungsmuster/Erkrankungen, wie Exikose, Kreislaufzusammenbrüche bis zum ACS, Rauchgasintoxikationen, Verbrennungen, Traumen etc. Das bedeutet, unsre Kollegen/innen in den Kliniken sind im Dauerstress. Dazu VU`s durch Rauch, kilometerlange Umleitungen, Stress bei den Fahrern. Doch halt, müssen nicht auch die Kollegen/innen zur Arbeit? Wohnen sie nicht auch dort? Sie sind arbeiten, während ihr Haus vielleicht verbrennt. Sie machen sich Sorgen um ihre Familie, während sie auf Schicht sind.
Oder schauen wir in den Kongo http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kongo-mehr-als-200-menschen-an-ebola-gestorben-seit-august-a-1237846.html Dort sind seit August >200 Menschen an Ebola verstorben. Der Ausbruch von 2013 kostete >11300 Menschenleben.
Ich beschränkte mich grade auf die Nennung der Industrienation Nr1 sowie einem Entwicklungsland. Beide Beispiele zeigen auf das die Natur keine Rücksicht auf den Status eines Landes macht. Und schon Morgen oder Übermorgen (bildlich gesehen) könnte es während einer Grippeepedemie zu einer Hochwasserlage z. B. in Sachsen kommen. Dann würde es uns betreffen, schneller ais man sagen kann: Was juckt mich Afrika und Amerika.
VG
dino
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Beim SPIEGEL ist Paro nun auch (endlich) angekommen: http://www.spiegel.de/wirtschaft/roboter-paro-ergaenzt-pflege-von-dementen-mixed-media-reportage-a-1212667.html

Schreibt allseits grüßend
Thomas Beßen

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