Autor Thema: "Startschuss für die Bundespflegekammer", so überschreibt der DPR seine PM  (Gelesen 443 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Der Deutsche Pflegerat hat am Dienstag die Errichtung einer Gründungskonferenz für eine Bundespflegekammer gemeinschaftlich mit der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz beschlossen.
Damit ist der Startschuss für eine gemeinsame und einheitliche Selbstverwaltung aller professionellen Pflegeberufe auf Bundesebene gefallen.

Die Gründungskonferenz wird die Aufgabe haben, innerhalb höchstens eines Jahres alle Vorbereitungen zu treffen, um eine Bundespflegekammer als gemeinsames Dach der bereits existierenden Landespflegekammer Rheinland-Pfalz und weiterer in Vorbereitung befindlicher Kammern der Pflegeberufe zu bilden. Initiativen für Landespflegekammern gibt es derzeit in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – jeweils in unterschiedlichen Stadien.

„Mit dem nun gefassten Beschluss haben wir einen berufspolitischen Meilenstein für die Selbstverwaltung der Pflege geschafft“, kommentiert Andreas Westerfellhaus, der Präsident des Deutschen Pflegerats, die Errichtung der Gründungkonferenz. „Dies ist insbesondere auch ein Signal an die Bundespolitik für die im Herbst beginnende neue Legislaturperiode.“

Getragen werden soll die Bundespflegekammer von den Landespflegekammern, in denen alle Pflegefachpersonen eines Bundeslandes persönlich Mitglied sind. Organisationen, die keine echte, unabhängige und umfassende Selbstverwaltung sind, wie dies beim bayerischen Pflegering der Fall ist, können nicht Mitglied der Bundespflegekammer werden.

Aufgabe der Bundespflegekammer soll es sein, eine starke und gemeinsame Interessenvertretung aller professionellen Pflegekräfte zu schaffen und damit zentraler Ansprechpartner der Politik und des Gesetzgebers zu werden. Ferner wird die Bundespflegekammer eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Selbstverwaltungsorganen anstreben. Eine Aufgabe der Pflegekammern ist es, die Berufsbilder in der Pflege entsprechend dem wissenschaftlichen Fortschritt und dem sich wandelnden Bedarf einer alternden Gesellschaft weiterzuentwickeln und die Qualität der Berufsausübung zu sichern. Aufgabe der Bundespflegekammer ist es, in einer föderalen Struktur dafür gemeinsame Prinzipien zu entwickeln. Daneben soll die Bundespflegeammer auch dazu beitragen, dass bald in allen Bundesländern unabhängige Landespflegekammern etabliert werden.

Die Gründungskonferenz hat das Ziel, innerhalb der nächsten Monate alle organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen, um die Bundespflegekammer arbeitsfähig zu machen."


Quelle: Pressemitteilung (PM) des Deutschen Pflegerats vom 16.08.2017 unter http://www.deutscher-pflegerat.de

Flüchtige Grüße!
Thomas Beßen

Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Wenn eine            Pflegekammer - wie der DPR schreibt - die Bevölkerung vor schlechter PFLEGE schützen soll,
könnte dann eine Politikerkammer                                  die Bevölkerung auch vor schlechter Politik schützen?
Ich bin für die Gründung und Etablierung von Pflegekammern!
Kollegiale Grüße,
Michale Günnewig

Offline dino

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Das ist doch nur plakativer Populismus. Nenn einfach handfeste Gründe warum. Und bedenke:
- eine Kammer ist kein Partner bei Lohnverhandlungen
- eine Kammer hat keinen Einfluss auf die Besetzung
- eine Kammer will bezahlt werden, rund 259€ müsste dann JEDE examinierte Pflegekraft ZUSÄTZLICH im Jahr zahlen.
Noch Fragen?
VG
dino

Offline IKARUS

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Es ist eine Frage des Blickwinkels Dino!
Deine Anmerkungen sind richtig, das ist aber nicht alles.
Es gibt auch Fascetten, die von den Tarifpartner nicht abgedeckt werden.
Um nur ein Beispiel anzuführen: wer führt Zwischen- und Abschlussprüfungen durch?  Wer ist dafür hauptamtlich verantwortlich?
Beste Grüße, Michael

Offline dino

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Das ist kein stichhaltigen Argument. Wie Du weißt finden auch ohne Kammern Prüfungen statt, oder? Ich meine im übrigen Argumente die eine Verbesserung zum Ziele haben, keine Verschlechterung. Fahrten auf eigene Kosten in der Freizeit zu festgelegten Pflichtfortbildungen fallen definitiv nicht in den Begriff Verbesserung.
VG
dino

Offline IKARUS

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Das Bild kann für sich sprechen! Die überregionale und sogar internationale Zusammenarbeit der Gesundheits- und Krankenpflege ist am mithilfe fün Verbünden möglich. Hier können regionale und internationale Kontakte geknüpft werden, die man als Einzelperson kaum bekommen würde.
https://www.facebook.com/DHPVerband/photos/a.1763548260433267.1073741864.655739977880773/1763548810433212/?type=3&theater
Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Rußland [die Fahrt mit der Transsib war fantastisch!!], Mongolei und China wäre ohne das Mitwirken des Berufsverbandes für mich nicht möglich gewesen.
VG,Michael


Offline dino

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Was hat das mit diesem Thread zu tun? Dazu benötigst Du net mal einen Verband, sowas kann auch über eine gute Fachzeitschrift ablaufen. Unser Mega Code Training wurde damals von der Zeitschrift RETTUNGSDIENST organisiert, und es klappte prima. Wir waren zwar net in China (was uns, ehrlich gesagt, auch net interessiert) sondern auf Wangerooge, Es war unvergesslich und toll. Als ich damals die Ankündigung las informierte ich sofort meine Kumpels, danach machte ich die Teilnahme für uns 4 klar. Danach ein Auto organisiert (vom Verein). Dann festgelegt, was mitgenommen wird. Und, wie gesagt, unvergesslich. Jeder kam voll auf seine Kosten :-D :-) :-D :-) Die Zeitschrift Feuerwehr Magazin hat schon Studienfahrten in die USA organisiert, blaue wie weiße Schiene. Und Ende der 70er wurde, wiederum vom RETUNGSDIENST, eine Studienfahrt ins damalig kommunistische Moskau organisiert. Man muss halt nur sich kundig machen, dann stellt man fest, was so Alles geht. Das ist so wie die Analogie mit Wunder. Es gibt viele, die warten auf ein Wunder (oder einen Verband, der die Arbeit macht). Aber das wunderbare bei einem Wunder ist doch, je mehr man selbst tut umso eher stellt sich dann das Wunder ein. Wobei mich persönlich weder China noch Russland jucken. Was aber auch egal ist, es sollte Dem etwas bringen der teilnimmt. Letzte Woche war ich z. B. in Frankreich. Bei einem mehrgängigen Abendessen tausche ich mich mit einer französischen Kollegin aus. Dort wird auch nur mit Wasser gekocht. Sie arbeitet auf einer Geronto mit 38 Betten. Nachts sind sie nur zu 2 in der Schicht. Bei uns sind es bedeutend weniger. Wobei es in Deutschland sicher auch Kliniken gibt, wo es wieder mehr sind. Wir unterhielten uns natürlich nur kurz über den Job, weil es in Frankreich selbstverfreilich bessere Themen zur abendlichen Unterhaltung gibt. Der Champagner war übrigens formidable.
VG
dino
« Letzte Änderung: 16. Juni 2018, 13:58:26 von dino »

Offline IKARUS

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Ich denke, dass auch der Rettungsdienst und die Feuerwehren einen Berufsverband haben und wie Du ja schreibst auch eigene Fachzeitschriften. Berufsverbände und Fachzeitschriften(Verlage) wirken oft zusammen. Der Eine schaut nach Westen, der Andere blickt nach Osten. Von allen Seiten können wir etwas lernen! Egal ob regional, europaweit oder über größere Entfernungen  hinweg. Ich habe auch sehr gute Fortbildungen an der Ostsee absolviert und empfehle die Veranstaltungsreihe noch heute. Du erwähnst, dass ihr Fortbildungstage mit Champager abrundet. Ist nicht mein Ding. Es geht auch ohne Alkohol!!!
VG, Michael


Offline dino

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Wo hab ich geschrieben das ich an einer Fobi Schampus getrunken habe?? Erst lesen, dann urteilen, gelle. Oder vielleicht ebbes langsamer lesen um den Sinn zu verstehen  :-D :-D Im Übrigen driftest Du mal wieder mit dem Thema ab. Aber so sei es. Nun, es gibt bei der Feuerwehr Landesverbände und einen Bundesverband. Diese finanzieren sich aber nicht über die Kameraden. Sie kämen auch nie auf die Idee idiotische Wortschöpfungen zu betreiben. Also das Gegenstück von Pflegender wäre dann Löschender, lächerlich. Und im Rettungsdienst hat man langsam erkannt das das Wichtigste eine gute Gewerkschaft ist.
Es geht auch ohne Alk.,? Du hast Dich doch als Bierfan geoutet, Prösterchen nach Essen.
VG
dino
« Letzte Änderung: 16. Juni 2018, 22:08:06 von dino »