Autor Thema: Sich kleiden können...  (Gelesen 6803 mal)

Offline IKARUS

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Re: Sich kleiden können...
« Antwort #15 am: 26. November 2014, 14:14:55 »
Da stimme ich dir zu Ralph. In festen Schuhen zu stehen und zu gehen ist besonders wichtig und Bedingung der BG. Was die Dienstkleidung angeht ist das abhängig vom Arbeitsplatz in den unterschiedlichen Bereichen im Krankenhaus oder in den Senioreneinrichtungen. Auch gibt es in den Kinderkliniken und ggf. in den Psychiatrischen Einrichtungen andere Kleiderordnungen als in besonderen Bereichen in den Krankenhäusern. Für mich sind es besonders die hygienischen Gründe, weshalb wir besondere Kleidung im Gesundheitsbereich tragen sollten. Ist das Problem MRSA nicht mehr nur ein Problem der Krankenhäuser und der Senioreneinrichtungen. Da werden beim Unterlassen des Wechsels der Kleidung die Erreger doch mit nach Haus genommen. Kaum eine/r ist sich dessen bewusst, dass hier die Kreuzweginfektion gepflegt wird. Mit Disziplin ließe sich das leicht ändern. Es geht mir heute bei der Kleidung nicht um Statussymbole, aber um die Regeln der Hygiene.
Finde heraus was dir wichtig ist im Berufsleben, damit du hilfebedürftige Menschen nicht unnötig belastest.

Beste Grüße aus Essen, IKARUS

Offline Brady

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Re: Sich kleiden können...
« Antwort #16 am: 26. November 2014, 21:41:55 »
Hallo Ralph,

ich arbeite in der Psychiatrie und da gibt es Hygienevorschriften, aber auch ungeschriebene Gesetze. Wir arbeiten in zivil. Auf einer psychiatrischen Station trägt man keine T-shirt´s z.B. mit Totenköpfen, blutigen Messern oder anderen Hardcore Aufdrücken. Es gibt Patienten denen dies unnötig Angst macht, denke dabei an unsere Psychotiker.

Dann sind wir Vorbild "Lernen am Modell". Egal ob ich sehr leger oder overstyle auftrete wird dies genau von den Patienten beobachtet. Sie orientieren sich und es ist hilfreich sich gepflegt und praktisch zu kleiden.

Sicher ist es auch für Patientinnen gut, wenn junge Patientinnen sich stylen, plötzlich ihre "Weiblichkeit entdecken wenn es junge weibliche Kolleginnen gibt die das hervorrufen.
Es  ist ein Mass, welches immer auch bedacht werden sollte. Solche Dinge sollten im Team besprochen werden.

Denn sowas kann auch noch hinten losgehen, wenn weibliches Pflegepersonal sich zu aufreizend anzieht. Das soll aber auf garkeinen Fall eine Schuldzuschreibung sein. Nicht wer sexuell angriffen wird ist, ist selber schuld.
Viele Patienten haben eine Störung in der  Eigen- und in der Fremdwahrnehmung und da können viele Dinge falsch beurteilt werden.
Hoffnungen werden geweckt wenn jemand dann noch freundlich reagiert.
Wie schon erwähnt, sowas sollte im Team besprochen werden.

Wobei ich vor einiger Zeit auf unserer geschützen Suchtstation war und Pflegekollegen gesucht habe.
 Habe erstmal keinen gefunden, sprach dann einen vermeintlichen Patienten an und es war ein Kollege. Er war nicht rasiert, Haare fettig, T-Shirt war am Ausschnitt eingerissen, der Jeanssaum war ausgefranst und schmutzig wie die gesamte Kleidung.

Liebe Grüße Brady
Ich bin keine Schwester, ich bin eine Fachpflegekraft!

Offline dino

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Re: Sich kleiden können...
« Antwort #17 am: 27. November 2014, 12:45:21 »
Was ist denn eine geschützte Suchtstation? Ist sie grundsätzlich geschlossen? Damit haben wir nur schlechte Erfahrungen gemacht. Je offener das Milieu gestaltet ist umso weniger Rückfälle auf Station und Abbrüche.
VG
dino

Offline dino

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Re: Sich kleiden können...
« Antwort #18 am: 28. November 2014, 20:03:10 »
Der Kollege war vielleicht auf einer undercover Mission  :-D 8-) :evil:
VG
dino