Autor Thema: Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten  (Gelesen 529 mal)

Offline Mathi

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Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten
« am: 08. November 2010, 17:51:36 »
Die Implantation eines Schrittmachers verunsichert die Patienten in Hinblick ihrer Aktivitäten des täglichen Lebens. Kurz nach der Implantation ist zu beachten:
- Große, ausholende Armbewegungen in den ersten Tagen vermeiden, damit die Elektrode richtig in den Myokard "einwachsen" kann. Ggf. Arm auf ein Kissen lagern.
- Patient soll den zuständigen Arzt über Rötungen, Schwellungen oder Absondern von Wundflüssigkeit informieren, auch, falls er Fieber bekommt, das nicht innerhalb von zwei oder drei Tagen abklingt.
- Das Heben schwerer Gegenstände vermeiden.
- Bei Versorgung mit wasserabweisenden Verbandstoffen (z.B. Comfeel plus transparenter Wundverband) kann der Patient duschen.
- Patient soll keine zu enge Kleidung tragen, um eine Reizung der Naht zu vermeiden.

Weiterhin:
- Patient soll alle Ärzte, Zahnärzte, Pflegekräfte sowie Notfallpersonal darüber informieren, dass er Träger eines SM ist. Vor einer Untersuchung oder Therapie muss der betreffende Arzt über den Schrittmacher informiert werden.
- Patient soll seinen Schrittmacher- Ausweis immer mit sich führen.
- Patient soll alle ungewöhnlichen und unerwarteten Ereignissen, z.B. neue Symptome, dem Arzt mitteilen.
- Die Herzinsuffizienzmedikation muss Patient trotz SM weiter nach Vorgabe des Arztes einnehmen.
- Regelmäßige Kontrollen des Schrittmachers durch den zuständigen Kardiologen; Patient sollte bereits mit einem Termin für die erste Nachsorge entlassen werden.
- Der Umgang mit technischen Geräten wie Fernseher, Radio, Hifi-Anlagen, Haartrockner, Elektrorasierer, Haushaltsgeräte, Computer, Drucker, Faxgeräte, alle Küchenmaschinen sind bedenkenlos möglich. Geräte, die Vibrationen erzeugen (z.B. Bohrmaschine), sollten erst nach Rücksprache mit dem Arzt benutzt werden. Hierzu gehört auch der Gebrauch von Geräten mit starken elektrischen Feldern, Hochspannungsleitungen, Sendeanlagen (für Radio, Fernseher, Radar, Mobilfunk), Elektroschweißgeräte.
- Bei Benutzung eines Handys sollte der Patient darauf achten, das Mobiltelefon auf der  dem Schrittmacher gegenüberliegenden Seite zu halten. Das Handy sollte nicht in der Nähe des Herzschrittmachers aufbewahrt werden.
- Der Patient sollte nicht neben Diebstahlsicherungen an Ein- und Ausgängen von Geschäften stehen.
- Reisen sind möglich. Der SM-Ausweis muss vom Patienten an den Sicherheitskontrollen (Metalldetektoren) am Flughafen vorgezeigt werden,um Missverständnisse zu vermeiden. Der Patient sollte sich jedoch vorher informieren, ob es an seinen Reiseziel einen Arzt gibt, der sich mit einem SM-System auskennt. Zusätzlich muss der Schrittmacher-Ausweis mitgeführt werden.
- Haus- und Gartenarbeit ist möglich, Duschen, Baden, Schwimmen sind erlaubt.
Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag.

Offline dino

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Re: Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten
« Antwort #1 am: 08. November 2010, 21:03:45 »
 :evil:Und was sage ich dem Patienten wenn er mich fragt was er bei einem Kabelbrand im Schrittmacher machen kann? :evil:

Offline Thomas Beßen

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Re: Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten
« Antwort #2 am: 15. November 2010, 10:45:00 »
Innovative Technologie gegen inadäquate Schocks

"Eine neue Technologie kann helfen, schmerzhafte Begleiterscheinungen von Herztherapien fast völlig zu vermeiden: Die so genannten inadäquaten Schocks von implantierbaren Cardioverter-Defibrillatoren (ICD, Defi). Diese Geräte unterbrechen den lebensgefährlichen schnellen und unregelmäßigen Herzschlag, der zum plötzlichen Herztod führen kann. Doch erleben viele Defi-Träger auch unnötige Schocks (1,2). Die „SmartShock™-Technologie“ der neuen ICDs des Herstellers Medtronic (NYSE: MDT) soll das ändern. Die „SmartShock™-Technologie“ wurde entwickelt, um so genannte inadäquate Schocks signifikant zu reduzieren. Resultate des statistischen Modells der Virtual ICD-Studie haben vorausgesagt, dass 98 Prozent der Studienteilnehmer mit Geräten mit SmartShock-Technologie ein Jahr nach Implantation und 92 Prozent der Studienteilnehmer fünf Jahre nach Implantation frei von inadäquaten Schocks sein würden (3). Diese Daten wurden in der Fachzeitschrift Journal of cardiovascular electrophysiology veröffentlicht (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20958831). „Die Reduktion inadäquater Schocks stellt eine Hauptpriorität für Ärzte dar, die wiederum einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität für Patienten mit implantierbaren Defibrillatoren leisten können”, so Dr. Angelo Auricchio, Professor am Cardiocentro Ticino in Lugano, Schweiz. „Diese fortschrittliche Technologie gibt meinen Patienten die Sicherheit, dass ihr Gerät so konzipiert wurde, dass es lebensbedrohliche Arrhythmien erkennt und lebensrettende Schocks nur bei Bedarf abgibt.” Durch den plötzlichen Herztod sterben in Europa jährlich mehr Menschen als an Lungenkrebs, Brustkrebs und HIV/AIDS zusammen (4,5). ..."


Quelle & mehr: http://www.themenportal.de/medizinische-neuheiten-wirkstoffe/studie-zeigt-die-vorteile-der-fortschrittlichen-technologien-zur-schockreduktion-91905/drucken

Einen Extrabeitrag dazu wollt' ich hier nicht schreiben. Ich denke, das passt schon, oder Mathi? Und vor Kabelbränden und so hat Dino noch nie Angst gehabt... :evil: :wink:
Rasche Grüße!
Thomas Beßen
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Offline dino

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Re: Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten
« Antwort #3 am: 15. November 2010, 11:11:08 »
Mit dem Fake hab ich schon Docs zum Grübeln gebracht :evil:

Offline Thomas Beßen

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Re: Schulung und Beratung von Schrittmacher - Patienten
« Antwort #4 am: 15. November 2010, 11:16:21 »
Kann ich mir gut vorstellen... :evil:
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