Autor Thema: "Senioren im Krankenhaus: Der Anfang vom Ende"  (Gelesen 1511 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Senioren im Krankenhaus: Der Anfang vom Ende"
« am: 27. Oktober 2010, 05:27:05 »
"In der Klinik bauen alte Menschen oft dramatisch ab. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, sollte man Hochbetagte deshalb nicht ins Krankenhaus einweisen.

Das Krankenhaus musste sein. Als Notfall wurde Loki Schmidt am 23.September in die Hamburger Asklepios-Klinik eingeliefert, weil sie sich bei einem Sturz zu Hause in Langenhorn das rechte Sprunggelenk gebrochen hatte. Vier Wochen später war die 91-Jährige tot.

"Das ist leider der Klassiker", sagt Claudia Schacke, Professorin für soziale Gerontologie an der Katholischen Hochschule Berlin. "Durch einen Krankenhausaufenthalt bauen alte Menschen oft dramatisch ab. Das kann der Anfang vom Ende sein."

Schon junge Menschen fühlen sich auf langen Klinikfluren und in schneeweißen Zimmern mit gleißendem Licht und Betten, die mehr Technik als Geborgenheit ausstrahlen, nicht wohl. "Für alte Menschen aber ist eine ungewohnte Umgebung ein großer Stress", sagt Schacke.

Es belaste sie, wenn schon der Weg zur Toilette unbekannt ist, wenn das Bild beim Öffnen der Augen ein anderes ist, wenn das Essen anders schmeckt und das Zimmer kühler ist als zu Hause. "Dann fehlt der Halt im Leben", sagt Schacke. "Das wirkt auf alte Menschen sehr beängstigend."

Viele alte Menschen - und damit sind schon über 60-Jährige gemeint - entwickeln in der Folge ein Delirium. Sie reagieren mit Verwirrung, Halluzinationszuständen, Unruhe oder Schläfrigkeit, sind mitunter aggressiv oder schreckhaft. Oft vergeht der Zustand wieder, bisweilen hält er aber auch an. ..."


Quelle: Christina Berndt in http://www.sueddeutsche.de/wissen/risikofaktor-krankenhaus-der-anfang-vom-ende-1.1015546 20101027 06:26

Guten Morgen!
Thomas Beßen

Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

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Re: "Senioren im Krankenhaus: Der Anfang vom Ende"
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2010, 20:48:35 »
Da holen wir doch mal die Kirche zurück ins Dorf.
Wann ist man „alt“?

Der amerikanische Finanzfachmann und Präsidentenberater Bernhard Baruch (1870-1965) formulierte es ganz einfach: „Für mich heißt alt jeweils fünfzehn Jahre älter, als ich selbst bin“.


Die WHO bezeichnet jeden Menschen, der älter als 65 Jahre ist, als „alt“.


Verschiedene Literaturquellen bezeichnen das Alter in „junge Alte“ (65-79 Lebensjahre), alte „Alte“ (80-100 Lebensjahre) und Hochbetagte (über 100 Lebensjahre).
Fr. Schmidt war körperlich zweifelsohne alt, geistig jedoch absolut rege. Das Folgende ist zwar etwas OT, aber mit dem Tod von Loki Schmidt ist Deutschland um eine großartige Frau ärmer.
Weiteres zu diesem Thema siehe hier: http://www.pflegesoft.de/forum/index.php/topic,1136.0.html
Versuche IHM http://de.wikipedia.org/wiki/Chuck_Norris zu sagen das er Alt ist, ich guck dann aus der Entfernung zu.
« Letzte Änderung: 28. Oktober 2010, 02:56:48 von dino »