Autor Thema: Höhere Hürden für Freiheitsentzug in häuslicher Pflege gefordert  (Gelesen 434 mal)

Offline Thomas Beßen

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"Der Einsatz von freiheitsentziehenden Maßnahmen in der häuslichen Pflege soll­te mit höheren Hürden verbunden sein muss. Dafür machen sich Bundesarbeitsgemein­schaft der Seniorenorganisationen (BAGSO*) und Be­treuungsgerichtstag (BGT**) stark. Beide appellierten heute in Bonn an den Gesetzgeber, den Schutz von Pflegebedürftigen vor dem Einsatz freiheitsentziehender Maßnahmen zu Hause zu stärken.

Notwendig sei eine gesetzliche Regelung, die mindestens für Fixierungen in der häusli­chen Pflege die gleichen Bedingungen wie in der stationären Pflege vorschreibe und ei­nen Erwerb der entsprechenden Hilfsmittel ohne Rezept ausschließe. ..."


>>> https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/109227/Hoehere-Huerden-fuer-Freiheitsentzug-in-haeuslicher-Pflege-gefordert

Guten Morgen!
Thomas Beßen

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Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline IKARUS

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Re: Höhere Hürden für Freiheitsentzug in häuslicher Pflege gefordert
« Antwort #1 am: 12. Februar 2020, 13:35:11 »
Wer könnte dann die gesetzliche Regelung überwachen?
Unterstellt man den pflegenden Angehörigen oder den Pflegekräften in der Ambualten Pflege, dass sie leichtfertig Hilfebedürftige fesseln?
Ich denke, wenn Menschen fixiert werden, kann das viele Gründe haben, aber sicherlich nicht nicht den, dass wer auch immer es leichtfertig macht. Ansonsten gehört er nicht ans Pflegebett.
Wo stellt eigentlich jemand (aus der Gesellschaft) die Frage nach ausreichendem Personal/ Hilfe für pflegende Angehörige?
Die Gesellschaft sollte nicht voreilig sanktionieren, sondern darüber nachdenken wo Helfende entlastet werden könne, um die Hilfebedürftigen menschlich betreuen/pflegen zu können.
Sonnige Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Re: Höhere Hürden für Freiheitsentzug in häuslicher Pflege gefordert
« Antwort #2 am: 13. Februar 2020, 10:38:16 »
Da bestimmte Systeme nicht mehr ambulant eingesetzt werden sollen stellt sich die Frage: Wohin mit den Betroffenen? Man kann als Gesetzgeber natürlich dafür sorgen das es keine Fixiergurte mehr frei verkäuflich gibt. Aber Leute, wir leben im digitalen Zeitalter. Dann wird dat Zeug eben in Hong Kong bestellt. Ganz Pfiffige gehen zum SM Händler ihrer Wahl, da gibts dat auch. Könnte man dies dann dort, nach einem generellen Verbot, auch nur noch mit richterlicher Erlaubnis erwerben?

VG
dino

Offline IKARUS

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Re: Höhere Hürden für Freiheitsentzug in häuslicher Pflege gefordert
« Antwort #3 am: 13. Februar 2020, 10:56:28 »
Ich wollte das mit den Ledergurten nicht schreiben Dino. Ist aber völlig richtig. Wenn ich einen Weg suche, dann kann ich ihn auch finden. Egal was andere per Gesetz vorgeben. Wie oft gehen Menschen bei ROT über die Ampel? Es ist auch gesetzlich verboten!!!

VG, MG