Autor Thema: Hessische Pflegekammer - NEIN DANKE!! sagt die Gewerkschaft ver.di...  (Gelesen 1195 mal)

Offline Thomas Beßen

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...und argumentiert wie folgt in ihren Papieren in der Anlage...

Sonnige Grüße!
Thomas Beßen

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Wer heute krank ist, muss kerngesund sein.

Offline dino

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Ich schließe mich den Argumenten von Verdi voll an. Eine Kammer kann einigen Wenigen Vorteile bringen, aber eben nicht der Masse. Diese müsste hingegen die Vorteile für die Wenigen bezahlen, die etwas von einer Kammer hätten . Dies ist weder einseh- noch hinnehmbar.
VG
dino

Offline Gabi A.

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Weiß jemand, ob auch die Krankenpflegeschüler befragt werden sollen? Ich will das Thema nächste Woche unterrichten und würde das gerne verkünden..... :-o
Normalität ist die häufigste Form des Wahnsinns.

Offline Thomas Beßen

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Hallo Gabi A.*,

ich weiß das leider auch nicht, aber ich denke, dass man grundsätzlich die Krankenpflegeschülerinnen und Krankenpflegeschüler an einen solchen Umfragen beteiligen sollte. Gerade in der heutigen Zeit sollten wir die jungen Menschen ermuntern, als solchen Diskussions- und Abstimmungsprozessen teilzunehmen. Schließlich geht's um deren Zukunft...

Viele Grüße!
Thomas B.* :wink:
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Offline IKARUS

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Seit einigen Jahren führe ich den berufspolitischen Unterricht für den DBfK in unterschiedlichen Krankenpflegeschulen in NRW durch. Nach einer konstruktiven kritischen Rückmeldung einer Schülerin während des Unterrichts bin ich anschließend auf die Idee gekommen, zu dem Unterricht eine Vertreterin der AG Junge Pflege mitzunehmen. So ist es vor wenigen Tagen auch durchgeführt worden. Der Erfolg gab uns recht!! Die Schüler haben ja sogar die Bereitschaft aufgebracht, die mitgebrachten Mitgliedsanträge sofort auszufüllen. Das sofortige ausfüllen hatte auch einen kleinen positiven wirtschaftlichen Effekt. Für mich war es ein Erlebnis zu spüren, dass auch unsere Pflegejugend engagiert sich für berufspolitischen Aspekte des Berufes interessieren und auch nachgefragt haben, wo sie sich einbringen können.
Auf der Folienseite 24 ist eine Übersicht, wer für die Pflege was macht = Berufsverband, Gewerkschaft, Kammer, Trägerverbände

Was das Einbringen in die Arbeit in einer Organisation anbetrifft, kann man an dem ganzen Foliensatz der AG Junger Pflege des DBfK Nordwest ablesen.  Neben dieser Regionalgruppe gibt es im DBfK noch 3 weitere Regionalgruppen =  Nordost, Südwest und Südost.
Jede Gruppe, jeder Verband und jede Gewerkschaft lebt davon, dass sich auch junge Menschen für ihre Belange engagieren.
Nur starke Gewerkschaften, Berufsverbände und Kammern (siehe HWK, IHK) können politisch Etwas für die Berufsgruppe/ihre Mitglieder bewegen.

Sonnige Grüße, Michael Günnewig

Offline dino

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Na dann, erstmal herzlichen Glückwunsch zur Gruppensuggestion. Erinnert mich ein bisschen an die Leute die mit dem Wachturm rumstehn. Aber so sei es. Nochmal zur Erinnerung, eine Kammer kostet Euer Geld.  Also das, was die Gewerkschaft erkämpft, nimmt Euch die Kammer wieder ab. Die Kammer ist auch KEIN Tarifpartner. Für eine bessere Besetzung ist die Kammer ebenso nicht zuständig aber durch verpflichtende Fortbildungen greift die Kammer massiv in Euer Privatleben ein. Wollt ihr wirklich dafür arbeiten gehen? Also ihr geht dann nicht arbeiten um euer verdientes geld zu bekommen, sondern für andere, und das ohne konkrete finanzielle Gegenleistung. Ich geb mein erarbeitetes Geld lieber für Dinge aus die ich bestimme, Urlaub, gutes Essen, Hobby. Fortbildungen absolviere ich in der Arbeitszeit. Mein Frei verbringe ich nach Gutdünken, da hat keine Kammer ein Mitspracherecht. Dies bedeutet nicht das ich nicht einspringe, oder keine Berufspolitik betreibe, oder nur chille. Ich habe bei de3r Feuerwehr sowie im Rettungsdienst sehr viel gelernt, es hat auch wahnsinnig Spass gemacht. Es war aber eine freiwillige Verpflichtung. Natürlich kann man einen Rettungseinsatz unter schweren Atemschutz nicht mit einem pow pow eines Verbandes vergleichen, oder die präklinische Versorgung eines Polytrauma etwa mit Abgrenzungsgedanken von "Pflegenden" gegenüber auch an der Behandlung beteiligter Berufsgruppen. Schon damals lernte ich folgendes: Im Mittelpunkt steht der Notfall, keine Standesdünkel, und nur gemeinsam sind wir effektiv. Letzte Woche sprach ich mit einer Kollegin aus dem ärztlichen Bereich. Sie war stinksauer wegen der Zwangsmitgliedschaft in ihrer Kammer. Als Assi hatte sie bisher keine Vorteile. :-) :-) :-)
VG
dino
« Letzte Änderung: 23. Juni 2018, 16:03:10 von dino »

Offline dino

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Ich stehe nicht Alleine mit meinen Vorbehalten gegen eine Kammer. Durch konstruktive Informationspolitik unserer Gewerkschaft wird so hoffentlich mancher Blauäugiger noch geerdet. Nur weil Pflege dransteht, heißt es noch lange nicht das es positiv ist. https://www.oberhessen-live.de/2018/06/18/dgb-vogelsbergkreis-eine-pflegekammer-fuer-hessen-ist-unnoetig/ Da es für die Masse nichts bringt, muss mann Kammerbestrebungen als berufspolitisches Spielzeug einiger Weniger ansehen.
Und dort wo sie eingerichtet wurde wächst der Widerstand https://www.openpetition.de/petition/online/pflegekammer-rheinland-pfalz-erneute-diesmal-demokratische-abstimmung-ueber-die-einfuehrung

VG
dino
« Letzte Änderung: 13. Juli 2018, 17:48:59 von dino »